Berichte des BVB Handball aus der Damen-Handball-Bundesliga!

BVB schafft stimmigen Rahmen im letzten Saisonspiel

Die BVB Handball Damen haben mit dem 25:20 (11:8) gegen SV Union Halle-Neustadt ihre Hausaufgaben gemacht, beenden die Saison aber dennoch auf dem siebten Platz. Weil die Konkurrenz aus Blomberg (25:21 gegen Metzingen) und Leverkusen (27:20) gegen Neckarsulm ihre Hausaufgaben machte, konnten sich die Dortmunderinnen am letzten Spieltag der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) tabellarisch nicht mehr verbessern.

Das tat der hervorragenden Stimmung in der Herdecker Bleichsteinhalle allerdings keinen Abbruch, denn die BVB-Fans feierten im letzten Saisonspiel die Spielerinnen, die in der kommenden Saison nicht mehr das schwarzgelbe Jersey tragen werden. Allen voran natürlich Clara Woltering, die ihre Karriere nach dem Sieg gegen den bereits feststehenden Absteiger beendet hat. Und die (nun ehemalige) Weltklasse-Torhüterin zeigte gegen die „Wildcats“ auch noch einmal, warum sie zu dem Besten gehört, was die Torwartzunft je gesehen hat.

Das brauchte es allerdings auch, denn die Gäste zeigten von Beginn an, dass sie nicht nur zum Spalier stehen ins Ruhrgebiet gereist waren: Gegen die offensive Abwehr aus Halle ging es von Beginn an richtig zur Sache. Es entwickelte sich eine nicht gerade hochklassige, aber intensive Partie, der die Borussinnen mit einem Zwischenspurt vor der Pause von 8:8 (24‘) auf 11:8 zum Seitenwechsel erstmals den Stempel aufdrückten.

Nach dem Wiederanpfiff war dann endgültig Showtime für Woltering: Nachdem die beste Hallenserin Sophie Lüdke (8 Treffer) noch zum 10:12 (33‘) verkürzen konnte, lief die BVB-Schlussfrau heiß und kassierte sieben Minuten lang keinen Treffer. Und weil ihre Teamkolleginnen auf der anderen Seite fünf mal hintereinander ins Schwarze trafen, ging das Team von Trainer Gino Smits mit einer komfortablen 17:10-Führung ins letzte Drittel der Partie, die sie dann auch über die Zeit brachten. An dieser Stelle sei allerdings noch einmal erwähnt, dass sich die Gäste auch in der Schlussphase nicht hängen ließen, sondern sich noch einmal zurück in die Partie bissen und sich ebenso nach der Partie als sportlich faire Gratulanten erwiesen. Näher als auf vier Tore kam Halle allerdings nicht mehr heran, sodass spätestens nach Weisheitels 22:16 (54‘) die Partie gelaufen war – dann war die Zeit für Abschiedsworte und Danksagungen gekommen.

die beste BVB-Torschützin Harma van Kreij in Aktion beim 25:20 der BVB Handball Damen gegen SV Union Halle-Neustadt. (Quelle: Stummbillig)

Letztes Saisonspiel: BVB empfängt Halle

Am letzten Spieltag der Saison 2018/2019 in der Frauenhandball-Bundesliga treffen die BVB Handball Damen am morgigen Samstag auf SV Union Halle-Neustadt (Sporthalle Bleichstein, Hengsteyseestraße 26, 58313 Herdecke) – zur ungewohnten Anwurfzeit: Da am letzten Spieltag alle Spiele parallel stattfinden müssen, um einer eventuellen Wettbewerbsverzerrung vorzubeugen, wird die Partie bereits um 18 Uhr angepfiffen. Aus sportlicher Sicht sind die Karten recht klar verteilt: Halle steht bereits als Absteiger fest und wird sich sicherlich angemessen aus der Bundesliga verabschieden wollen. Dennoch dürfte der Fokus bei den „Wildcats“ bereits auf dem kommenden Wochenende liegen, denn das Team von Trainerin Tanja Logvin qualifizierte sich für das OLYMP Final Four in Stuttgart, das an diesem Wochenende ausgetragen wird.

Für die Dortmunderinnen ist der Zug Richtung internationales Geschäft nach der Niederlage in Oldenburg in der Vorwoche wohl abgefahren. Bei Patzern der Konkurrenz aus Leverkusen (gegen Neckarsulm) und Blomberg (gegen Metzingen) wäre der Sprung auf Platz fünf allerdings noch möglich, weshalb die Schwarzgelben aber zumindest ihre Hausaufgaben machen wollen.

Keeperin Klara Woltering wird eine der Spielerinnen sein, die dieses Wochenende zum letzten Mal die schwarz-gelben Farben tragen werden. (Quelle: Stummbillig)

Traditionell steht ein letztes Saisonheimspiel immer auch im Zeichen von Verabschiedungen und Danksagungen, das sieht auch BVB-Coach Gino Smits nicht anders: „Wir hoffen auf die gleiche tolle Atmosphäre wie immer bei unseren Heimspielen und wollen ein gutes Spiel abliefern. Nicht nur für die Mädels, die uns verlassen, sondern auch für unsere Zuschauer.“

Und dann haben seine Schützlinge ja auch noch eine Rechnung mit den Hallenserinnen offen: Im Hinspiel ertrotzte sich der Tabellenvorletzte ein 31:31 und stellte den BVB mit seiner individuellen Qualität durchaus vor Probleme – man darf sich also auf ein munteres letztes  Heimspiel in der Saison 2018/2019 freuen.

24:32 – BVB steht sich in Oldenburg selbst im Weg

 Die BVB Handball Damen haben das Erreichen des fünften Platzes in der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) nach der 24:32 (12:15)-Auswärtsniederlage beim VfL Oldenburg nicht mehr in der eigenen Hand.

die siebenfache Torschützin Dana Bleckmann (Quelle: Stummbillig)

Danach, dass ein Sieg dafür sorgen würde, dass man das Erreichen von Platz fünf und damit noch einer Restchance auf den Europacup mit einem Sieg in Oldenburg vor dem letzten Saisonspiel in der eigenen Hand haben würde, sah es über weite Strecken der Partie nicht aus. „Das Ergebnis ist eine riesige Enttäuschung, wir haben es von der Mentalität her in Abwehr und Angriff einfach nicht hinbekommen“, bemängelte BVB-Coach Gino Smits den Auftritt seiner Mannschaft. Die Oldenburgerinnen, in der Tabelle jenseits von Gut und Böse platziert, konnten in ihrem letzten Heimspiel der Saison befreit aufspielen und gingen schnell mit 2:0 in Führung (5‘). Die Dortmunderinnen hingegen haderten mit ihrer Chancenverwertung und verwarfen früh in der Partie bereits ihren zweiten Siebenmeter. Mitte der ersten Halbzeit hatten die Gäste den Anschluss aber wiederhergestellt und gingen sogar in Führung (6:5, 12‘). Die Schwarzgelben ließen in dieser Phase aufblitzen, dass ein Auswärtssieg durchaus im Bereich des möglichen lag: Immer wieder kamen die Gäste über den Oldenburger Innenblock zu Torerfolgen und packten hinten im richtigen Moment zu. Doch dieser Zwischenstand sollte leider nur eine kurze positive Momentaufnahme bleiben. „Wir waren eigentlich nie richtig im Spiel und sind immer hinter Oldenburg hergelaufen“, sagt Smits. Nach dem 6:5 fingen sich die Borussinnen nämlich vier Gegentore in Folge und liefen so einem Rückstand hinterher, den sie nicht mehr kompensieren konnten.

„In den Phasen, in denen wir wieder ins Spiel zurückkommen können, machen wir technische Fehler und treffen die falschen Entscheidungen“, beschreibt der BVB-Trainer, warum seine Schützlinge den Abstand nach dem Seitenwechsel zwar noch einmal auf zwei Treffer verkürzen (15:17, 37‘), dem Spiel aber keine entscheidende Wendung mehr geben konnten: Zu häufig stimmte die Abstimmung im Deckungsverbund nicht oder die Borussinnen suchten im Angriff zu früh und überhastet den Abschluss. Mit zunehmendem Spielverlauf war den Gästen dann anzumerken, dass der BVB eigentlich unbedingt einen Auswärtssieg benötigte, um im Saisonendspurt im Rennen zu bleiben. Bis zum 20:24 (47‘) waren die Schwarzgelben noch im Spiel, fünf Minuten später hatte Oldenburg seinen Vorsprung vor einer euphorischen Kulisse dann aber auf sechs Tore ausgebaut und ließen sich diesen zum Leidwesen aller Schwarzgelben auch nicht mehr nehmen.

BVB-Sieg in Oldenburg ist Pflicht

Zwei Spieltage vor Schluss der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) ist eigentlich klar, dass die BVB Handball Damen vor dem Auswärtsspiel beim VfL Oldenburg (Samstag, 18 Uhr, EWE-Arena, Europaplatz, 26123 Oldenburg) den vierten Platz bei vier Punkten Rückstand auf den Buxtehuder SV nicht mehr erreichen können. Denn wenn der BSV aus den letzten beiden Spielen in Bad Wildungen und gegen Nellingen einen Punkt holt, sind sie sicher Vierter.

BVB Akteurin Caroline Müller - vor zwei Jahren aus Oldenburg zum BVB gekommen (Quelle: Stummbillig)

 

Für die Schwarzgelben heißt es also, Rang fünf, den man aktuell bekleidet, zu verteidigen. Aktuell ist der BVB punktgleich mit den Konkurrenten aus Leverkusen und Blomberg, hat den beiden NRWRivalen aber die um vier (Leverkusen) bzw. zehn (Blomberg) Treffer bessere Tordifferenz voraus. Und da die beiden Konkurrenten am Sonntag im direkten Duell aufeinandertreffen, ist klar, dass die Borussinnen einen Sieg benötigen, um Platz fünf zu verteidigen.

 

Die Oldenburgerinnen hingegen stehen im HBF-Klassement jenseits von Gut und Böse: Für den aktuell Tabellenzehnten war frühzeitig klar, dass man mit dem Abstieg nichts zu tun haben würde. Um jedoch auch in der oberen Tabellenhälfte anzugreifen, fehlte dem Team von Trainer Niels Bötel die Konstanz: Dass Bötels Schützlinge Handball spielen können und mit Spielerinnen wie Angie Geschke oder Myrthe Schoenaker auch individuell durchaus stark besetzt ist, zeigten sie bei Siegen gegen Buxtehude oder Blomberg und nicht zuletzt auch beim 28:28 beim BVB im Hinspiel. „Außerdem ist das ihr letztes Heimspiel und einige Spielerinnen verlassen den Verein, sie werden noch einmal alles geben“, weiß BVB-Trainer Gino Smits.

 

Oldenburg stellt den viertbesten Angriff der Liga, hat gleichzeitig aber auch die zweitmeisten Gegentore kassiert, bei Spielen mit VfL-Beteiligung fallen im Durschnitt knapp 60 Tore. Bei der Borussia stellt man sich daher auf ein temporeiches und attraktives Spiel ein, das allerdings nicht in Hektik ausarten sollte. „Im Hinspiel haben wir super angefangen und 16:9 geführt, dann hatten wir aber in Abwehr und Angriff unsere Probleme. Das müssen wir am Samstag besser machen“, sagt Smits. Verzichten muss er dabei auf Anne Müller, die sich im Training eine Knöchelverletzung zuzog und für den Saisonendspurt nicht mehr zur Verfügung steht.

 

BVB unterliegt beim Spitzenreiter

Die BVB Handball Damen mussten am Samstagabend im Auswärtsspiel beim Spitzenreiter der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) eine 30:38 (14:19)-Niederlage hinnehmen.

Das Bild zeigt eine Handballspielerin bei einem Wurfdie sechsfache Torschützin Dana Bleckmann beim Wurf (Quelle: Stummbillig)

Dabei war den Gastgeberinnen von Beginn an anzumerken, dass im Kampf um die Meisterschaft in der HBF aktuell jedes Tor zählt: Über die gesamte Spielzeit drückten die Bietigheimerinnen richtig aufs Tempo und erspielten sich so bereits im ersten Durchgang einen Vorsprung, den sie bis zum Ende der Partie nicht mehr hergeben sollten. Bis zum 3:4 durch Caroline Müller aus Dortmunder Sicht war die Partie ausgeglichen, dann nahm Bietigheims Coach Martin Albertsen in der elften Spielminute seine erste Auszeit. Im Anschluss erzielten seine Schützlinge vier Treffer in Folge und gingen mit 8:3 (14‘) in Führung. „Wir haben eigentlich gut gespielt, aber Bietigheim hat jeden Fehler von uns ausgenutzt und ist konsequent in den Konter gegangen“, beschreibt BVB-Coach Gino Smits diese Phase. Dass sein Team an diesem Abend das etwas schwächere von zwei guten Teams in einem attraktiven Bundesliga-Spiel war, zeigt auch die Tatsache, dass die Dortmunderinnen diesen Rückstand bis zur Pause nicht weiter anwachsen ließen. Doch entscheidend verkürzen konnte der BVB bis zum 14:19 zum Seitenwechsel auch nicht mehr – nicht umsonst hat die SG BBM in eigener Halle bisher eine blütenweiße Weste.


Nach dem Wiederanpfiff kamen die Gastgeberinnen mit hohem Druck aus der Kabine und hatten ihren Vorsprung beim 27:17 (41‘) verdoppelt. „In diesen Phasen war dann ein wenig Unsicherheit da und das hat Bietigheim bestraft“, analysierte Smits nach der Partie. Unzufrieden war der Trainer der Schwarzgelben dennoch nicht mit seinen Schützlingen: „Wir haben im Sechs gegen Sechs sowohl hinten als auch vorne gut gespielt. Aber Bietigheim war eben ein wenig cleverer und besser“, fasst der Niederländer den Spielverlauf zusammen.

BVB reist zum Spitzenreiter

Caroline Müller vom BVB in einer Szene aus dem Hinspiel gegen BietigheimBVB-Spielerin Caroline Müller in Action gegen Bietigheim (Quelle: Stummbillig)

Den BVB Handball Damen steht am kommenden Samstag (4. Mai, 19 Uhr, Sporthalle am Viadukt, Holzgartenstraße 28, 74321 Bietigheim-Bissingen) wohl eine der schwierigsten Aufgaben der Saison bevor: Das Team von Trainer Gino Smits tritt dann nämlich beim aktuellen Spitzenreiter der Frauenhandball-Bundesliga (HBF), der SG BBM Bietigheim an.

Auch wenn die Borussinnen als Außenseiterinnen nach Baden-Württemberg reisen, könnten sie die Punkte am drittletzten Bundesliga-Spieltag gut gebrauchen. Mit dem Heimsieg gegen Neckarsulm schoben sich die Schwarzgelben an Leverkusen vorbei auf den fünften Platz, doch der Buxtehuder SV auf Rang vier ist schon vier Punke enteilt. Um also im Saisonendspurt noch ein wenig mehr als nur eine theoretische Chance zu haben, bräuchte es in Bietigheim etwas Zählbares. Dass das äußerst schwierig wird, wissen alle Beteiligten spätestens seit dem 29:23-Hinspielerfolg der SG BBM im Ruhrgebiet. Anfang Februar präsentierte sich der BVB sogar noch recht gut aufgelegt, doch die massive Abwehr und die individuelle Klasse des Deutschen Meisters von 2017 stellen dessen Gegner stets vor äußerst komplizierte Aufgaben. „Bietigheim ist der klare Favorit, wir wollen im Vergleich zu den letzten Spielen unsere Angriffsleistung weiter steigern und die Abwehrleistung bestätigen“, gibt Smits die Herangehensweise vor. Gesenkten Hauptes zwei Punkte präsentieren wird dabei niemand aus dem Dortmunder Lager. „Wir haben im Hinspiel gesehen, dass sie Top-Spielerinnen dabei haben. Wir werden bis zum Schluss kämpfen und auch wenn die Chance klein ist: Sobald es die Möglichkeit gibt, eine Überraschung zu schaffen, wollen wir die auch nutzen“, erklärt der BVB-Coach, wohl wissend, dass sein Team dazu am Samstag einen sehr guten Tag erwischen muss.

Zumal die Gastgeberinnen im Kampf um die Meisterschaft nicht nur jeden Punkt sondern auch jedes Tor benötigen: Seit der knappen 23:24-Niederlage beim Thüringer HC marschieren die beiden Teams punktgleich an der Tabellenspitze der HBF vorneweg. Beide Teams haben im bisherigen Saisonverlauf jeweils einmal gegen den Mitkonkurrenten verloren, ansonsten ist die Weste des Spitzenduos blütenweiß. Deshalb ist davon auszugehen, dass am Ende die Tordifferenz den Ausschlag über den diesjährigen Meistertitel gibt. In dieser Hinsicht hat die SG BBM mit einer um 22 Treffer besseren Differenz die Nase vorn – das kann sich bei drei ausstehenden Spielen allerdings auch noch schleunigst ändern, weshalb die Schwarzgelben gewarnt sind: „Das wird eine harte Nummer. Bietigheim steckt voll im Kampf um die Meisterschaft. Sie haben schon in der vergangenen Woche in Oldenburg an ihrer Tordifferenz gearbeitet und das wird auch, speziell vor eigenem Publikum, am Samstag wieder ihr Ziel sein“, weiß Smits.

Überzeugende zweite Halbzeit sichert 24:18-Heimsieg gegen Neckarsulm

Asuka Fujita nach einem erfolgreichen Siebenmeter (Quelle: Stummbillig)

Die BVB Handball Damen haben mit dem 24:18 (10:12) gegen die Neckarsulmer Sport-Union nach vier Niederlagen in Folge einen wichtigen Sieg gefeiert. Beim Heimerfolg gegen den Tabellenzwölften zeigte die Mannschaft von BVB-Coach Gino Smits zwei verschiedene Halbzeiten:

Während die Schwarzgelben in der ersten Halbzeit nur phasenweise Zugriff auf die Partie bekamen, dominierten Smits‘ Schützlinge die Partie nach dem Seitenwechsel.

Speziell in der Abwehr zogen die Gastgeberinnen den Gästen den Zahn: Nur sechs Tore ließ die überragend aufgelegte Clara Woltering in der zweiten Halbzeit zu. Die ehemalige Nationaltorhüterin konnte sich dabei aber auch auf ihre Abwehr verlassen, die gegen die Neckarsulmer Konzeptionen, die darauf abzielten, ihre Rückraumschützinnen in Position zu bringen, stets im richtigen Moment zupackten. Das gelang in  der ersten Halbzeit beileibe nicht immer, grade wenn Neckarsulm aufs Tempo drückte, offenbarte der BVB vereinzelte Lücken auf den Halbpositionen. „Wir haben super gekämpft und in der Abwehr gestanden, auch wenn wir da in der ersten Halbzeit unsere Probleme hatten“, analysierte Smits die Partie.

Neben der Leistungssteigerung in der Defensive war es zudem entscheidend, dass die Dortmunderinnen mit zunehmendem Spielverlauf auch im Angriff sicherer auftraten. Zu Beginn der Partie war den Schwarzgelben eine gewisse Nervosität anzumerken, ein Punktverlust hätte immerhin den Abschied aus dem Rennen um die Europapokalplätze bedeutet. Nach einer Viertelstunde nahm Smits beim Stande von 3:6 seine erste Auszeit und mahnte die mangelnde Zielstrebigkeit seines Teams in den Eins-gegen-Eins-Situationen an.

Nach und nach kam dann die Sicherheit ins Dortmunder Spiel, aus einem 10:12 zur Pause hatten die Schwarzgelben zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff ihre erste Führung gemacht (14:12). Und diese gaben sie dank einer guten Abwehrleistung und konzentriertem Offensivspiel auch nicht mehr her.

BVB will wichtige Punkte sammeln

die 7x Torschützin Asuka Fujita (Quelle: Stummbillig)

Wenn die BVB Handball Damen am kommenden Samstag (27. April, 19:30 Uhr, Sporthalle Bleichstein, Hengsteyseestraße, 58313 Herdecke) die Neckarsulmer Sport-Union empfangen, gibt es für das Team von Trainer Gino Smits letztendlich nur eine Maßgabe: Die Schwarzgelben wollen und müssen die zwei Punkte im Spiel gegen den Tabellenzwölften in der Bleichsteinhalle behalten.

Nachdem die Borussinnen ihre bisherigen elf Bundesliga-Heimspiele alle in der Bleichsteinhalle in Herdecke ausgetragen haben, wird der zwölfte Auftritt gleichzeitig der letzte in der Dortmunder Nachbarstadt sein. Und natürlich wollen sich die Schwarzgelben gebührend von der überaus gastfreundlichen Herdecker Handballgemeinde verabschieden – im Idealfall mit einem Heimsieg.

Dazu braucht es gegen die Sport-Union, die aktuell mit drei Punkten Vorsprung auf Platz 13 den letzten Nichtabstiegsplatz belegt, eine konzentrierte Leistung in der Defensive. Denn Neckarsulm bringt einen wurfstarken Rückraum um die derzeit beste Schützin der Bundesliga, Nele Reimer (148 Saisontore) mit ins Ruhrgebiet. Vorne wollen die Schwarzgelben wie schon beim souveränen 33:27-Erfolg im Hinspiel spielerisch die Lücken im Neckarsulmer Abwehrverbund angreifen. Dabei soll dann auch wieder Caroline Müller helfen, die am vergangenen Wochenende krankheitsbedingt nicht ins Geschehen eingreifen konnte. „Ich hoffe, dass Caro am Samstag wieder fit ist, ihre Erfahrung und Qualität hat uns in der letzten Woche gefehlt“, bewertet Smits die Rolle seiner Rückraumspielerin.

Er weiß zudem, dass „beide Teams wichtige Punkte holen können“. Für seine Schützlinge wäre ein Sieg im viertletzten Saisonspiel so etwas wie ein letzter Angriff auf die Europapokalplätze. Diese kann man spätestens nach der 21:24-Niederlage bei der HSG Blomberg-Lippe aus der Vorwoche nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. Und für die Sport-Union würde ein Auswärtssieg vor dem direkten Duell mit dem Verfolger aus Halle-Neustadt in der kommenden Woche wichtige Bonuspunkte im Abstiegskampf bedeuten. Das Team von Trainer Pascal Morgant dürfte mit Rückenwind anreisen, konnte man das letzte Auswärtsspiel in Oldenburg doch gewinnen. Und auch im Duell mit der SG BBM Bietigheim in der vergangenen Woche präsentierte sich Morgants Team zumindest phasenweise als zäher Kontrahent für den Spitzenreiter, auch wenn die SG BBM letzten Endes mit 26:19 gewann.

 

Bittere Niederlage im Westfalenderby

die fünffache Torschützin Harma van Kreij (Quelle: Stummbillig)

Die BVB Handball Damen haben mit dem 21:24 (11:11) bei der HSG Blomberg-Lippe eine bittere Niederlage im Kampf um die Europapokalplätze hinnehmen müssen.

Im Westfalenderby bei der HSG sahen die rund 800 Zuschauer in der Sporthalle an der Ulmenallee, unter denen sich auch einige lautstarke Schwarzgelbe befanden, ein spannendes Derby, in dem die Gastgeberinnen in den entscheidenden Phasen „das Momentum auf unserer Seite“ hatten, wie es der Blomberger Trainer Steffen Birkner formulierte.

In der Tat gelang es den Dortmunderinnen im Verlauf des zweiten Durchgangs nicht, in Führung zu gehen, obwohl die Gelegenheiten dazu durchaus gegeben waren. „Wir nutzen in diesen Phasen unsere Chancen nicht. In der Schlussphase hat Blomberg dann im Angriff die Zweikämpfe energischer geführt und daher verdient gewonnen“, fasst BVB-Trainer Gino Smits die Partie zusammen.

Über die gesamte Spielzeit hatten beide Mannschaften so ihre Probleme, die Gegentore über den Innenblock zu verhindern, zeigten sich gleichzeitig aber auch konzentriert in der Rückwärtsbewegung – so entwickelte sich ein Schlagabtausch im aufgebauten Angriff, in dem die Gastgeberinnen über Silje Brons Petersen (neun Feldtore) immer wieder zum Erfolg kamen, der BVB spielte über Harma van Kreij (sechs Treffer) und Anne Müller (fünf Tore) erfolgreich.

Wenig überraschend steuerte die Partie so auf eine enge Schlussphase zu, die Gäste hatten ein 19:21 (49‘) ausgeglichen und beim Stande von 21:21 (53‘) ein enges Finale erzwungen. Auch die darauf folgende Unterzahl überstanden die Dortmunderinnen schadlos, ein Tor wollte ihnen allerdings nicht mehr gelingen – hier kam die von Smits angesprochene Chancenverwertung zum Tragen. Und weil auf Blomberger Seite Petersen und Rodrigues mit zwei Energieleistungen die Vorentscheidung erzielten (21:23, 58‘) mussten sich die Schwarzgelben ohne Punkte auf den Heimweg machen.

Smits erwartet kampfbetontes Derby

BVB-Spielerin Anne Müller beim Torjubel im Hinspiel. (Quelle: Stummbillig)

Fünf Spiele sind es noch in der Frauenhandball-Bundesliga und vor dem Auswärtsspiel der BVB Handball Damen am Ostersamstag (20. April, 16:30 Uhr, Sporthalle Ulmenallee, 32825 Blomberg) dürfen sich die Schwarzgelben keinen0 Ausrutscher erlauben, wenn sie weiter im Kampf um den begehrten Platz vier der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) mitmischen wollen.

Nach der Niederlage gegen den Deutschen Meister aus Thüringen, bei der sich das Team von Trainer Gino Smits zwar gut aufgelegt präsentierte, gegen ein Spitzenteam der Liga aber trotzdem leer ausging, ist der BVB auf den sechsten0 Tabellenplatz abgerutscht. Jeweils zwei Punkte mehr haben Leverkusen und Buxtehude auf den Plätzen vier und fünf – die Dortmunderinnen müssen dementsprechend im Saisonfinale ihre Hausaufgaben machen und auf Ausrutscher der Konkurrenz, die auch noch im direkten Duell aufeinander trifft, hoffen.

Als erste Aufgabe wartet da mit dem Westfalenderby bei der HSG Blomberg-Lippe dann schon ein echter Prüfstein. „Ohne eine eine kämpferische Leistung mit 200% gewinnst Du nicht in Blomberg“, sagt Smits, wohlwissend, dass sich der BVB in der jüngeren Vergangenheit in Ostwestfalen stets schwer tat. Aus Sicht des Trainers wird es wichtig sein, von Beginn an in die Partie zu finden: „Ich gehe davon aus, dass die Halle voll ist und uns ein Derby mit guten Rahmenbedingungen erwartet. Blomberg wird alles dafür tun, sich für unseren Hinspielsieg zu revanchieren, deshalb müssen wir von Anfang an die Zweikämpfe in Abwehr und Angriff richtig angehen“, erklärt Smits.

An das angesprochene Hinspiel hat man in Dortmund gute Erinnerungen: Mit 29:21 schickten die Borussinnen die HSG im Dezember wieder auf die Heimreise, mitentscheidend für den deutlichen Erfolg war eben, dass die Schwarzgelben in0 den direkten Duellen die Oberhand behielten und die Blombergerinnen zu bedrängten Abschlüssen aus dem Rückraum oder von der Außenposition zwangen.

Die Ostwestfälinnen stehen derzeit als Tabellenachter im gesicherten Mittelfeld der Tabelle, könnten mit einem Sieg sogar bis auf zwei Punkte an die Borussinnen heranrücken. Daran, dass der ausgeglichen zusammengestellte Blomberger Kader keine ernsthaften Abstiegssorgen haben würde, gab es eigentlich im gesamten Saisonverlauf keine Zweifel. Insbesondere die letzten vier Spiele, in denen die HSG zwei überzeugende Heimsiege gegen Oldenburg und Neckarsulm feierte und sich auch in Thüringen und Bietigheim durchaus passabel präsentierte, zeigen, dass das Team von Trainer Steffen Birkner zu den besseren der Liga gehört.

Kleinigkeiten verhindern die Überraschung

die vier-fache BVB-Torschützin Caroline Müller (Quelle: Stummbillig)

Applaus gab es nach dem 23:26 (13:14) der BVB Handball Damen gegen den Thüringer HC für beide Mannschaften. Denn beide Teams hatten in der prall gefüllten Bleichsteinhalle in Herdecke ein Top-Spiel zwischen Tabellenzweitem und -viertem geboten, das diese Bezeichnung verdient hatte. Beide Mannschaften schenkten sich keinen Zentimeter Platz, beide Teams zeigten ein ansprechendes Kombinationsspiel im Angriff, doch nur ein Team nahm am Ende die zwei Punkte mit.

Dass dieses Team der Thüringer HC war, lag letzten Endes an vereinzelten Mängeln im Dortmunder Angriffs- und Abwehrverbund. Über weite Strecken der Partie boten die Schwarzgelben dem Deutschen Meister überzeugend Paroli, war phasenweise sogar die bessere Mannschaft. Denn was das Team von Trainer Gino Smits gegen den massiven aber in der Seitwärtsbewegung nicht mit der größten Geschwindigkeit ausgestatteten Abwehrverbund der Gäste bot, war äußerst ansprechend: Immer wieder fanden insbesondere Dana Bleckmann und Caroline Müller die Lücken in der Abwehr und hielten ihre Farben im Spiel. Mit einer etwas besseren Wurfquote und dem nötigen Quäntchen Glück hätten die Dortmunderinnen zur Pause sogar führen können, so stand es 14:13 für die Gäste. Der THC bestrafte im Stile einer Spitzenmannschaft jede Unaufmerksamkeit – es entwickelte sich ein Spitzenspiel, das diese Bezeichnung redlich verdient hatte.

Im zweiten Durchgang ging es erst einmal so weiter, doch fast unmerklich setzte sich der THC ein wenig ab. „Wir hatten da so unsere Probleme mit ihrem 7:6“, sagte Smits nach der Partie. Während die Thüringerinnen über diese spielerische Variante und ihre individuell starken Entscheidungsspielerinnen Iveta Luzumova und Emily Bölk zuverlässig zu Toren kam, taten sich die Dortmunderinnen vereinzelt schwer mit dem Torewerfen. Gegen viele andere Teams wäre das nicht bestraft worden, gegen den THC gerieten die Dortmunderinnen dann aber über 16:19 (47‘) und 19:25 (54‘) auf die Verliererstraße. Wie gewohnt steckten Smits‘ Schützlinge nicht auf und verkürzten noch einmal, eine wirklich spannende Schlussphase verhinderten die Gäste allerdings mit ihrem abgezockten Auftreten im Stile einer Spitzenmannschaft.

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BVB erwartet waschechtes Spitzenteam

BVB-Kreisläuferin Saskia Weisheitel in Action beim Hinspiel, das die Dortmunderinnen mit nur einem Treffer Unterschied verloren. (Quelle: Stummbillig)

Vor dem kommenden Heimspiel gegen den Deutschen Meister Thüringer HC (Freitag, 20 Uhr, Sporthalle Bleichstein, Hengsteyseestraße, 58313 Herdecke) wird man sich bei den BVB Handball Damen gerne an den letzten Auftritt des THC bei den Schwarzgelben erinnern: In einer furiosen Partie schlug der BVB die Thüringerinnen Ende der vergangenen Saison mit 38:31.
Die Vorzeichen vor der Partie am Freitag sind allerdings deutlich andere: Stand das Team von Trainer Herbert Müller seinerzeit schon als Deutscher Meister fest, dürfen sich Müllers Schützlinge in dieser Saison keinen Ausrutscher erlauben. Zu einem viel ungünstigeren Zeitpunkt kann das Spiel für den BVB unter Berücksichtigung der Tabellenkonstellation gar nicht kommen: Erst am vergangenen Wochenende machte der THC mit dem 24:23 gegen die SG BBM Bietigheim das Meisterschaftsrennen in der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) wieder richtig spannend. Beide Teams stehen punktgleich an der Tabellenspitze, lediglich aufgrund der schlechteren Tordifferenz ist der Titelverteidiger aktuell Zweiter, diese Situation schon einen Spieltag später wieder herzuschenken, steht nicht in der Saisonplanung des THC. BVB-Trainer Gino Smits erwartet daher einen hochkarätig besetzten Gegner, der hochkonzentriert sein wird: „Sie werden absolut Vollgas geben und sich nicht von uns überraschen lassen wollen“, prognostiziert der Niederländer.
Sich deshalb vor der Partie geschlagen zu geben, kommt allerdings weder ihm noch seiner Mannschaft in den Sinn: „Wir werden alles tun, um sie zu ärgern. Wir müssen natürlich einen super, super Tag erwischen, um zu punkten, da muss man schon ganz ehrlich sein. Aber jedes Spiel fängt bei Null zu Null an und wir werden auf jeden Fall kämpfen und alles geben.“
Bereits zwei Mal hatten die beiden Teams in dieser Saison schon das Vergnügen miteinander und sowohl das Hinspiel in der HBF als auch das Viertelfinale im DHB-Pokal liefen nach dem gleichen Strickmuster ab: Die Dortmunderinnen erlaubten sich in der zweiten Halbzeit eine Schwächephase und vereinzelte Unkonzentriertheiten, die der Deutsche Meister gnadenlos bestrafte. In beiden Partien in der Thüringer Salza-Halle kämpften sich die Schwarzgelben aber auch in die Partie zurück und erzwangen eine spannende Schlussphase. Smits‘ Schützlinge wissen also, was zu tun ist – auch wenn das gegen die herausragenden Individualistinnen des THC natürlich leichter gesagt als getan ist.

Inger Smits verstärkt den BVB-Rückraum

Inger Smits in Aktion für ihren aktuellen Club TTH Holstebro. (Quelle: BVB Handball)

Die BVB Handball Damen verpflichten für die kommende Spielzeit die Rückraumspielerin Inger Smits vom dänischen Erstligisten TTH Holstebro. Die 24-Jährige ist in Deutschland keine Unbekannte, Smits spielte zwischen 2015 und 2017 zwei Jahre lang beim VfL Oldenburg. Mit dem VfL stieß sie in der Spielzeit 2016/2017 bis in die Gruppenphase des EHF-Cups vor, ehe sie im Sommer 2017 mit der
Empfehlung von über 100 Bundesliga-Saisontoren und 33 Treffern im EHF-Cup den Sprung in eine europäische Top-Liga nach Holstebro in Dänemark wagte.

Auch dort kam Smits bestens zurecht, aktuell steht die Niederländerin in den Top Ten der ligaweiten Torschützenliste und hat mit 105 Assists dazu noch die zweimeisten Torvorlagen gegeben. Nicht ganz zufällig wurde Smits in Holstebro jüngst zur Spielerin des Jahres ausgezeichnet. Beim BVB ist man sich über die Verpflichtung der ebenfalls abwehrstarken Rückraumspielerin glücklich: „Wir freuen uns wahnsinnig über die Verpflichtung einer spielstarken und torgefährlichen Spielerin. Und unser Trainer Gino Smits freut sich darüber hinaus sicherlich auch noch, zukünftig seine Tochter im Team zu haben“, sagt BVB-Abteilungsvorstand Andreas Heiermann.

In der Tat trifft Inger Smits in Dortmund auf ihren Vater als Coach. Die beiden sind Teil einer waschechten Handballfamilie, neben Mutter und Vater sind auch die beiden Brüder der Niederländerin im Profihandball unterwegs. Ausgebildet wurde die Rechtshänderin im erfolgreichen System des niederländischen Handballverbandes, über V&L Geleen, HandbaL Venlo und SV Dalfsen führte ihr Weg dann ins Ausland nach Oldenburg. Dort reifte Smits zur niederländischen Nationalspielerin und debütierte 2013 unter dem heutigen deutschen Nationaltrainer Henk Groener in der niederländischen Auswahl.

Im vergangenen Dezember holte Smits mit ihrem Nationalteam und gemeinsam mit ihrer baldigen Teamkollegin beim BVB, Rinka Duijndam, die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft in Frankreich. „Ich habe mich für Dortmund entschieden, weil ich einen Verein gesucht habe, der um Titel mitspielt und auch im europäischen Bereich ehrgeizig ist. Dortmund hat große Pläne und ich freue mich sehr, Teil dieses Projekts zu sein“, sagt die Neuverpflichtung.

20:21 – Schwächephase sorgt für Niederlage in Buxtehude

BVB-Torhüterin Yara ten Holte (beobachtet von Saskia Weisheitel und Hildigunnur Einarsdóttir), zeigte eine gute Partie, konnte die Niederlage ihrer Mannschaft aber nicht verhindern. (Quelle: Stummbillig)

Die BVB Handball Damen haben mit dem 20:21 (10:9) beim Buxtehuder SV am Samstagnachmittag eine Niederlage im direkten Duell um die Europapokalplätze hinnehmen müssen. Knackpunkt für die Niederlage, durch die der BSV nach Punkten mit den Schwarzgelben gleichzog, war eine Schwächephase Mitte der zweiten Halbzeit. „Zwischen der 40. und 50. Minute haben wir einen 0:5-Lauf, da haben wir das Spiel verloren“, sah auch BVB-Coach Gino Smits die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeberinnen in dieser Phase, in der seine Schützlinge eine 15:13 (39‘)-Führung zu einem 15:18 (50‘)-Rückstand hergaben.

„Letzten Endes gewinnt dann die Mannschaft, die heute ein Tor mehr geworfen hat, auch verdient“, gratulierte Smits den Buxtehuderinnen und fügte an: „Wir hätten natürlich heute gerne einen Punkt mitgenommen. Ich kann meiner Mannschaft für diese Leistung keinen großen Vorwurf machen, sie haben sich super zurückgekämpft.“

Denn nachdem sie in der angesprochenen Phase zu früh und teilweise überhastet die Entscheidung suchten, zeigten sich die Dortmunderinnen in der Schlussphase sowohl in der Abwehr als auch im suchten, zeigten sich die Dortmunderinnen in der Schlussphase sowohl in der Abwehr als auch im Angriff dann wieder konzentrierter und kämpften sich noch einmal heran: Hinten hielt die gut Angriff dann wieder konzentrierter und kämpften sich noch einmal heran: Hinten hielt die gut aufgelegte Yara ten Holte, vorne bereiteten die Schwarzgelben ihre Abschlüsse vor und trafen, Mariel Wulf sogar gleich dreifach. Drei Minuten vor Schluss glich Asuka Fujita dann per Siebenmeter zum 20:20 aus, doch im Gegenzug erlaubte sich ihr Team eine Unaufmerksamkeit in der Defensive, die Mieke Düvel eine Minute später zum Endstand verwertete. Beide Teams kamen danach noch einmal in Ballbesitz, konnten sich jedoch keinen hochkarätigen Abschluss mehr erspielen. „Beide Teams haben sich im aufgebauten Angriff schwergetan. Wir haben da in dieser Phase spielerische Lösungen gefunden und es 60 Minuten lang kämpferisch gut gemacht“, lobt der Buxtehuder Coach Dirk Leun seine Mannschaft.

Die Gäste aus dem Ruhrgebiet hätten in einem Duell auf Augenhöhe allerdings auch einen Punkt verdient gehabt, lediglich einige Unkonzentriertheiten in einem insgesamt recht fehlerbehafteten Spiel verhinderten, dass Smits‘ Mannschaft mit einer höheren Führung als dem 10:9 in die Pause gehen konnte. Nach dem Seitenwechsel bauten sie diese Führung dann noch aus, ehe die letztendlich entscheidende Schwächephase dafür sorgte, dass man sich ohne Punkte auf die Heimreise machen musste.

Direktes Duell um die Europacup-Plätze

BVB-Spielerin Johanna Stockschläder, die im Hinspiel drei Mal erfolgreich war. (Quelle: Stummbillig)

Langsam aber sicher biegt die Saison 2018/2019 in der Frauenhandball-Bundesliga auf die Zielgerade ab. Es sind noch sieben Spieltage zu absolvieren und die BVB Handball Damen sind vor dem Auswärtsspiel beim Buxtehuder SV (Samstag, 06. April, 16 Uhr, Schulzentrum Nord, Hansestraße 15, 21614 Buxtehude) mittendrin im Kampf um die Europapokalplätze. Lediglich das um drei Tore bessere Torverhältnis trennt den BVB auf Platz vier vom Tabellenfünften TSV Bayer 04 Leverkusen. Zwei Punkte dahinter folgt dann schon Buxtehude, man muss also kein Handball-Experte sein, um festzustellen, dass die kommende Partie ein klassisches „Vier-Punkte-Spiel“ ist. „Das wird ein harter Kampf. Es gibt keinen Favoriten, wir begegnen uns auf Augenhöhe“, prognostiziert auch BVB-Trainer Gino Smits.

Im BVB-Lager erinnert man sich äußerst gerne an das Hinspiel, das die Schwarzgelben souverän für sich entscheiden konnten. „Das Hinspiel war eine unserer besten Saisonleistungen, wir werden natürlich versuchen, daran anzuknüpfen“, sagt Smits. Dass das gegen die Norddeutschen in deren eigener Halle leichter gesagt als getan ist, ist klar. Für den BSV ist es das erste Spiel nach der höchsten Niederlage in der traditionsreichen Buxtehuder Bundesliga-Geschichte vom vergangenen Wochenende (22:40 gegen die SG BBM Bietigheim). Somit hat das Team von Trainer Dirk Leun vor den eigenen Fans gegen den BVB noch etwas gut zu machen. Die Rahmenbedingungen stimmen also für einen „interessanten Kampf um die Europacup-Plätze“, wie Smits es formuliert. Auch der BVBCoach weiß, dass die Saison in die entscheidende Phase geht: „Ich will nicht von einer Vorentscheidung sprechen, aber es sind nur noch sieben Saisonspiele und jeder Punkt zählt. Beide Teams spielen eine Saison mit Schwankungen in ihren Leistungen, die Tagesform wird entscheiden.“

Da vergangene Woche nur drei Spielerinnen auf der Buxtehuder Bank saßen, ist davon auszugehen, dass das Duell um den Europacup auch gleichzeitig eines zweier personell gebeutelter Teams sein wird, denn nach wie vor muss Smits auf nahezu eine komplette Besetzung von gehobenem Bundesliga-Format verzichten.

Vollebregt beerbt Huber beim BVB

Neuzugang Kelly Vollebregt (Quelle: BVB Handball)

Die BVB Handball Damen werden zur kommenden Saison einen Personalwechsel auf der Rechtsaußenposition vollziehen: Svenja Huber wird den BVB verlassen, dafür wechselt Kelly Vollebregt vom TuS Metzingen zu den Schwarzgelben. „Wir wollen jetzt die Chance nutzen, unsere Mannschaft mittel- und langfristig für die Zukunft auszurichten“, erklärt BVB-Abteilungsvorstand Andreas Heiermann.

Die 24-jährige Vollebregt durchlief alle Stationen der hervorragenden niederländischen Ausbildung und spielt seit 2013 in Deutschland. Damals wechselte Vollebregt vom HV Quintus zu den Vulkan-Ladies nach Koblenz/Weibern, die zu dieser Zeit noch in der Bundesliga aktiv waren. Im gleichen Jahr wurde die Flügelflitzerin auch als das vielversprechendste Talent ihres Heimatlandes ausgezeichnet. 2015 sicherten sich dann die Metzingerinnen die Dienste der pfeilschnellen und treffsicheren Rechtsaußen, die aktuell zum Kader der niederländischen Nationalmannschaft gehört. Mit den TuSsies erreichte Vollebregt in der Saison 2015/2016 das Finale des EHF-Pokals.

„Das Projekt BVB Handball hat mich sofort angesprochen, ich glaube, dass Borussia Dortmund sich in den nächsten zwei Jahren zur deutschen Spitzenmannschaft entwickeln wird. Da möchte ich dabei sein und ich freue mich auf diese Herausforderung“, blickt die Linkshänderin ihrer Zeit im Ruhrgebiet optimistisch entgegen. „Wir freuen uns auf Kelly und sind uns sicher, dass wir mit ihr und Asuka Fujita auf der Rechtsaußenposition für die Zukunft hervorragend aufgestellt sind“, freut sich auch Heiermann.

Vollebregt tritt beim BVB in die Fußstapfen von Svenja Huber und beerbt damit eine der treffsichersten Borussinnen der jüngeren Vergangenheit. „Wir bedanken uns bei Svenja für die Loyalität und Leidenschaft, die sie hier beim BVB stets gezeigt hat. Wir wünschen ihr für ihre weitere Zukunft und natürlich auch die verbleibenden Spiele in dieser Saison alles Gute. Sie wird für uns immer eine Borussin bleiben“, honoriert Heiermann die Leistungen der Ex-Nationalspielerin im schwarzgelben Dress.

BVB-Punkteteilung gegen Bensheim: 21:21

die jubelnde Torschützin Asuka Fujita nach dem Ausgleichstreffer in letzter Sekunde. (Quelle: Stummbillig)

Die BVB Handball Damen haben es beim 21:21 (12:9) äußerst spannend gemacht und gegen die HSG Bensheim/Auerbach immerhin noch einen Punkt im Ruhrgebiet behalten. Wenige Sekunden vor Schluss traf Rechtsaußen Asuka Fujita zum Endstand und sicherte ihren Farben das Unentschieden.

 

Für die Borussia, die seit dem 14:14-Ausgleich der Gäste in der 42. Minute nicht mehr in Führung gelegen hatte, fühlt sich das Ergebnis eher wie ein gewonnener Punkt an, auch wenn BVB-Coach Gino Smits nicht mit dem offensiven Auftreten seiner Mannschaft zufrieden sein konnte: „Mit 21 Gegentoren gewinnst du normalerweise. Aber wir haben uns vorne über das gesamte Spiel schwergetan. Wir hatten zu viele technische Fehler und haben in der zweiten Halbzeit zu viele Gegentore über den Gegenstoß bekommen“, analysierte der Niederländer die Partie.

 

Deutlich zufriedener war da seine Kollegin auf der anderen Seite: Am Ende fehlte uns vielleicht das Quäntchen Glück, aber letztlich zählt nur der Punkt, der wahnsinnig wichtig ist“, sagte eine zufriedene HSG-Trainerin Heike Ahlgrimm. „Wir haben eigentlich ganz gut angefangen, haben Dortmund dann aber zurück ins Spiel geholt und zur Pause verdient hinten gelegen. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann eine richtig starke Phase“, beschreibt Ahlgrimm den Spielverlauf.

 

In besagter starker Phase ließen die Dortmunderinnen Zug zum Tor und Kombinationssicherheit vermissen und taten sich wie von Smits angesprochen, richtig schwer mit dem Torewerfen. So richtig flüssig lief das Kombinationsspiel gegen eine gut eingestellte HSG-Abwehr ohnehin nur phasenweise, doch dass die Schwarzgelben trotzdem mit einer Führung in die Pause gingen, hatten sie primär ihrer guten Rückzugsbewegung zu verdanken. Diese brachte Smits‘ Team nach dem Seitenwechsel nicht mehr vollends auf die Platte, sodass die Gäste ihren Pausenrückstand über den ersten Ausgleich zum 13:13 (41‘) zu einer 19:16-Führung (49‘) ummünzen konnten. Doch die Borussinnen kämpften sich wieder heran, weil Bensheim ähnlich wie in der ersten Halbzeit in der Abwehr ein wenig die Puste ausging. Ahlgrimm stellte auf eine offensivere Deckungsvariante um, konnte jedoch nicht verhindern, dass Fujita kurz vor Schluss die Chance auf den Ausgleich bekam – und diese eiskalt nutzte.

BVB erwartet unbequemen Gegner aus Bensheim

die Borussinnen Hildunnur Einarsdóttir, Dana Bleckmann und Anne Müller in einer Szene aus dem Hinspiel. (Quelle: Stummbillig)

Es ist paradox: Zwar haben die BVB Handball Damen die bisherigen drei Aufeinandertreffen in der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) gegen die HSG Bensheim/Auerbach allesamt gewonnen, wenn die „Flames“ aus Bensheim allerdings am kommenden Samstag (30. März, 19:30 Uhr, Sporthalle Bleichstein, Hengsteyseestraße, 58313 Herdecke) beim BVB gastieren, erwartet das Team von Trainer Gino Smits alles andere als einen Lieblingsgegner: Aus den drei Siegen gegen die Bensheimerinnen resultiert nämlich ein Torverhältnis von lediglich +4 – ein Indiz dafür, dass die  Schwarzgelben für ihre Siege stets hart ackern mussten und in der Vergangenheit das Spielglück in den entscheidenden Phasen  auf ihrer Seite hatten. 

Darauf kann man sich natürlich im kommenden Heimspiel nicht verlassen, das weiß nicht nur der BVB-Coach: „Wir haben uns im Hinspiel in Bensheim sehr schwergetan, weil es sehr lange gedauert hat, bis wir uns in der Abwehr gefunden haben. Wir müssen am Samstag von Anfang an hinten gut stehen und besser gegen ihre guten Einzelspielerinnen agieren“, gibt Smits den Matchplan für das Heimspiel gegen den Tabellenzwölften vor.  

Was also sind diese Stärken? Da wären zum einen das Tempospiel und die Kreisläuferposition zu nennen, nicht ganz zufällig tragen mit Kreisläuferin Merel Freriks und Flügelflitzerin Bogna Sobiech ab der kommenden Saison zwei Spielerinnen das BVB-Trikot, die ihre Stärken in diesen Bereichen haben. Hinzu kommt mit der Linkshänderin Julia Maidhof ein Top-Talent im rechten  Rückraum, die im Hinspiel acht Mal erfolgreich war und mit über 100 Saisontoren in den Top 10 der HBF-Scorerliste steht. „Wir dürfen nicht zulassen, dass sie diese Stärken nutzen“, weiß auch Smits, der darauf zählt, dass seine Schützlinge den nicht gerade souveränen Eindruck aus dem Hinspiel vor heimischer Kulisse richtig stellen wollen. 

Jetzt Plätze sichern: Fan-Fahrt zum Auswärtsspiel der BVB Handball Damen in Buxtehude

Der schwarzgelben Auswärtsblock bei der vergangenen Fan-Fahrt zum Pokalspiel beim Thüringer HC. (Quelle: Stummbillig)

Für die Fans der BVB Handball Damen machen die beiden Sponsoringpartner Ebbinghaus Automobile und Nutzfahrzeugservice Fahnemann Anfang April wieder eine Auswärtsfahrt zum Top-Spiel möglich: Dieses Mal geht es für die Schwarzgelben am 6. April (16 Uhr) zum Vier-Punkte-Spiel um die Europacup-Qualifikation zum Buxtehuder SV – dank der beiden Partner wieder mit einer ordentlichen Unterstützung von den Rängen. Denn Ebbinghaus Automobile und Nutzfahrzeugservice Fahnemann stellen nach den durchweg positiven Eindrücken und Feedbacks bei der Premiere beim Auswärtsspiel beim Thüringer HC im vergangenen Januar auch für die wichtige Partie in Norddeutschland wieder einen Fan-Bus zur  Verfügung. Für einen Preis von 19,09€ pro Person können die Borussia-Fans die Handballerinnen auf dem Weg in den Europapokal unterstützen. Im Preis enthalten ist sowohl die Fahrt mit dem Fan-Bus als auch der Eintritt zum Spiel in Buxtehude.

 

Das Angebot ist auf 50 Plätze limitiert, verbindliche Anmeldungen werden ab sofort per Mail an handball@bvb.de entgegengenommen. Pro Mail sind unter Angabe der vollständigen Namen der Mitreisenden maximal zwei Anmeldungen möglich. Die Plätze werden nach dem Prinzip „first come, first serve“ vergeben, das heißt, dass die ersten 50 Anmeldungen einen Platz erhalten. Reservierte Tickets können schon beim BVB-Heimspiel gegen die HSG Bensheim/Auerbach am 30. März abgeholt und bezahlt

„Bis zur letzten Sekunde gekämpft“ – 25:23 in Nellingen

Die sechsfache Torschützin Anne Müller (Quelle: Stummbillig)

Die BVB Handball Damen haben es beim 25:23 (13:11) beim TV Nellingen spannend gemacht, aber dennoch in der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) den zweiten Sieg in Folge eingefahren. In einem durchweg engen Spiel lagen die Dortmunderinnen zwar über weite Strecken der Partie in Front, verpassten es aber, sich frühzeitig abzusetzen. „Wir haben taktisch das umgesetzt, was wir trainiert haben“, erklärt Nellingens Trainer Ralf Rascher, warum seine Schützlinge den Anschluss halten können. Rascher bezog sich auf die massive Deckung und die Wurfgewalt seines Teams, die die Gäste phasenweise vor Probleme stellte. Letztenendes fanden die Schwarzgelben aber immer wieder die richtigen Lösungen: Hinten packte man in einer stabilen 6:0-Deckung zu, was auch der insgesamt gut aufgelegten Rinka Duijndam im Kasten in der Schlussphase mehr Sicherheit gab. Vorne waren die Borussinnen unter der Regie der einmal mehr starken Hannah Kriese über Johanna Stockschläder und Anne Müller (beide sechs Treffer) immer wieder erfolgreich. Zudem erhielt die Nellingerin Lena Degenhardt fünf Minuten vor Schluss eine Zeitstrafe, weil sie nach einer Verletzungsbehandlung drei Angriffe auf der Bank bleiben musste, aber zu früh wieder das Feld betrat, sodass die Gastgeberinnen die entscheidende Phase der Partie ohne ihre beste Rückraumspielerin bestreiten mussten.

Diese Überzahl nutzten die Gäste, um durch Svenja Huber drei Minuten vor Schluss mit 23:20 in Führung zu gehen – die Vorentscheidung, weil sich das Team von Trainer Gino Smits gegen die offensive Deckungsvariante der Nellingerinnen keine Fehler mehr erlaubte. Dennoch wird der Auftritt bei den „Hornets“ nicht als Glanzleistung in die BVB-Annalen eingehen, das wusste auch Smits: „Nellingen hat es uns im aufgebauten Angriff sehr schwer gemacht. Aber wir haben sie unter 25 Toren gehalten und bis zur letzten Sekunde gekämpft“, analysiert der BVB-Coach. Im Endeffekt nahm seine Mannschaft zwei zwar glückliche, aufgrund des Kampfes und des kühlen Kopfes in den entscheidenden Phasen aber auch verdiente zwei Punkte mit auf den weiten Heimweg ins Ruhrgebiet.

 

BVB will in Nellingen Platz vier verteidigen

Die BVB-Spielerinnen Saskia Weisheitel und Harma van Kreij in einer Szene aus dem Hinspiel. (Quelle: Stummbillig)

Vielen Verantwortlichen im Lager der BVB Handball Damen werden am vergangenen Samstagabendeinige Steine vom Herzen gefallen sein: Trotz der angespannten Personalsituation konnte sich dasTeam von Trainer Gino Smits den Heimsieg gegen die HSG Bad Wildungen Vipers sichern und denvierten Tabellenplatz verteidigen.

 

Die Ausgangssituation vor dem Auswärtsspiel beim TV Nellingen am kommenden Samstag (16. März,19:30 Uhr, Halle 1, In den Anlagen, 73760 Ostfildern-Nellingen) ähnelt der aus der vergangenen Woche: Gegen ein Team aus den unteren Tabellengefilden ist ein Sieg eigentlich Pflicht, gegen die Favoritenrolle kann sich der BVB auf dem Papier und anhand des deutlichen 37:23-Hinspielerfolges, nach dem die Nellingerinnen ihren Trainer wechselten, nicht wehren. Dennoch: Den Ausfall einer kompletten Besetzung mit (gehobenem) Bundesliga-Format könnten wohl nur die wenigsten Teams in Deutschland ohne Weiteres verkraften.

 

Und im Gegensatz zu den ebenfalls dünn besetzten „Vipers“ in der vergangenen Woche können die „Hornets“ aus Ostfildern auf einen breiteren Kader zurückgreifen und spielen zudem in eigener Halle. Gerade dort steht aufgeben eigentlich nicht im Spieltagsprogramm, nicht umsonst halten sich die Nellingerinnen seit 2016 in der Frauenhandball-Bundesliga (HBF). Aktuell steht das Team von Trainer Ralf Rascher auf dem Vorletzten Tabellenplatz, holte im letzten Heimspiel allerdings einen 13:21-Pausenrückstand gegen Neckarsulm auf und behielt einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf.

„Seit dem Trainerwechsel nach dem Spiel bei uns finden sie sich immer besser zurecht und bringen, gerade zuhause, immer bessere Leistungen. Nellingen wirft aus dem Rückraum richtig gut. Wir haben dagegen im Hinspiel eine sehr gute Defensivleistung gezeigt. Ich hoffe, dass wir daran anknüpfenkönnen“, gibt Smits die Marschroute für das Wochenende vor.

 

BVB erkämpft sich 22:20-Heimsieg

Die BVB Handball Damen haben mit dem 22:20 (12:11)-Heimsieg gegen die HSG Bad Wildungen Vipers den vierten Tabellenplatz in der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) verteidigt. In einem kampfbetonten Heimspiel erwischten die Dortmunderinnen den schwächeren Start, kämpften sich vor der Pause zurück in die Partie und gewannen letztendlich verdient.

Die A-Jugendliche Hannah Kriese, die bei ihrem Bundesliga-Debüt ein tolles Spiel machte.(Quelle: Stummbillig)

BVB-Coach Gino Smits musste auf insgesamt sieben Spielerinnen verzichten und hatte deshalb Probleme, in die Partie zu finden. „Wir waren gut eingestellt, wussten, dass Dortmund vorne mit zwei Kreisläuferinnen und in der Abwehr mit einer offensiveren Variante auf der Halbposition spielen würde“, analysierte Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer nach der Partie. Die Schwarzgelben agierten zu Beginn der Partie zu passiv und konnten vorne ihre Chancen nicht nutzen. Nach 24 Minuten lagen die Gäste daher mit 11:6 in Front, dann ließ Smits seine „jungen Wilden“ von der Leine: Angeführt von Spielmacherin Hannah Kriese holte ein BVB-Rückraum, in dem die 18-Jährige Leonie Kockel die älteste Spielerin war, in  den fünf Minuten vor der Pause Tor um Tor auf und ging noch vor dem Seitenwechsel sogar mit 12:11 in Führung. Der BVB agierte nun deutlich dynamischer und aggressiver in der Abwehr, hier machte sich das Comeback von Saskia Weisheitel bemerkbar, die die Deckung stabilisierte. Angetrieben vom lautstarken Publikum in der gut gefüllten Bleichsteinhalle in Herdecke starteten die Borussinnen einen Lauf, auf den die Gäste vorerst keine Antwort fanden: Zehn Minuten vor Schluss stellte die bärenstarke Asuka Fujita auf 19:13 für ihre Farben. Die Dortmunderinnen nutzten nun ihre Chancen und gingen gegen die mit nur neun Feldspielerinnen dünn besetzten Gäste konsequent ins Tempospiel.

Für die Schlussphase stellte Bremmer auf eine offensive 4:2-Deckung um, die dem BVB bereits in der Vergangenheit Probleme bereitet hatte – und auch am Samstagabend hatten Smits‘ Schützlinge wieder so ihre Probleme. Doch weil die Borussinnen weiter konzentriert auftraten, geriet der Heimsieg nicht mehr wirklich in Gefahr, auch weil die Deckung mit einer gut aufgelegten Clara Woltering dahinter in den richtigen Momenten zupackte. „Wir hatten am Anfang riesige Schwierigkeiten, hatten dann aber die richtige Tiefe in unseren Aktionen und haben auch hinten die Zweikämpfe gewonnen und jeder hat seine kämpferische Leistung gebracht. Dass unsere jungen Spielerinnen gut sind, wissen wir, dass sie in solchen Situationen dann auch die richtigen Akzente setzen ist beeindruckend“, lobt Smits seine Schützlinge.

Drei Heimspiele hatten die BVB Handball Damen im Handballjahr 2019 bereits, einen Sieg konnte das Team von Trainer Gino Smits in diesen drei Partien allerdings noch nicht verbuchen. Das soll sich nach dem Duell gegen die HSG Bad Wildungen Vipers am kommenden Samstag (09. März, 19:30 Uhr, Sporthalle Bleichstein) nach Möglichkeit ändern.

„Die Spiele, die jetzt kommen, sind wirklich wichtig, wir wollen unsere Position in der Tabelle natürlich halten“, sagt Smits mit Blick auf die kommenden Gegner: Sowohl Bad Wildungen als auch die kommenden Gegner Nellingen und Bensheim konnte man in der Hinrunde schlagen – wohlgemerkt mit einem deutlich besser gefüllten Kader. Nach wie vor muss Smits auf mindestens eine komplette Besetzung an Feldspielerinnen verzichten, bei einigen weiteren Akteurinnen entscheidet sich die Einsatzfähigkeit erst am Spieltag.

Dennoch: Die Tugenden, die die Schwarzgelben schon im Hinspiel in Bad Wildungen stark machten, will Smits auch am Samstag wieder von seinen Schützlingen sehen. „Wenn du gegen Bad Wildungen spielst, kannst du nur gewinnen, wenn du zwei Mal 30 Minuten Vollgas gibst“, weiß Smits.

Das gelang dem BVB beim überzeugenden 37:31 bei den „Vipers“ gut und soll auch vor den eigenen Fans klappen, um den vierten Platz, auf dem die Borussinnen momentan in der Tabelle der Frauenhandball-Bundesliga (HBF) stehen, zu verteidigen. Die Gäste reisen mit ähnlichen Personalproblemen an, in der vergangenen Partie gegen Bietigheim konnte Trainerin Tessa Bremmer auf nur acht Feldspielerinnen zurückgreifen. Dass der HBF-Spitzenreiter sich trotzdem mächtig strecken musste, um die Punkte aus der Kurstadt zu entführen (Endergebnis 18:23), sagt alles über die Leistungsfähigkeit von Bremmers Team. Bad Wildungen führt als Tabellenzehnter das untere Tabellendrittel an und hat fünf Punkte Rückstand auf den VfL Oldenburg, eines von sechs Teams auf den Plätzen vier bis neun, die nur drei Punkte trennen. Bei vier Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz befinden sich die Nordhessinnen auch nicht in akuter Abstiegsgefahr, gegen einen Auswärtssieg im Ruhrgebiet hätte man vermutlich dennoch nichts einzuwenden.

Die Vergangenheit zeigt, dass die Zuschauer in der Herdecker Bleichsteinhalle sich auf ein intensives Duell freuen dürfen – zwei von drei Dortmunder Heimspielen seit dem Wiederaufstieg endeten gegen die „Vipers“ Unentschieden oder mit einem Tor Unterschied, ganz abschütteln lässt sich der Tabellenzehnte ohnehin nie. Dennoch will der dezimierte BVB die Punkte natürlich behalten und einen wichtigen Heimsieg feiern. 

Deutliche Niederlage in Metzingen

BVB-Außenspielerin Asuka Fujita in einer Szene aus dem Hinspiel gegen den TuS Metzingen. (Quelle: Stummbillig)

Die BVB Handball Damen haben beim 18:33 (9:15) beim TuS Metzingen einen gebrauchten Tag erwischt. Die personell arg gebeutelten Schwarzgelben hatten der konsequenten Metzinger Deckung und dem daraus resultierenden Tempospiel am Samstagabend nur punktuell etwas entgegenzusetzen. „Heute war nicht mehr drin, Metzingen war eine Nummer zu groß“, konstatierte auch BVB-Coach Gino Smits nach der Partie.

Seine Schützlinge agierten aufgrund der Personalnot im Rückraum von Beginn an mit zwei Kreisläuferinnen und musste sich jeden Treffer hart erarbeiten. Eine Viertelstunde lang gestaltete sich die Partie offen, weil der BVB über den Kreis zu Torerfolgen kam und die Gastgeberinnen im Deckungsverbund eine gewisse Zeit brauchten, um sich auf das Dortmunder Spiel einzustellen. Schon von Beginn an zeigten die Baden-Württembergerinnen allerdings, dass sie 60 Minuten lang richtig aufs Tempo drücken würden. Und als man das BVB-Spiel über den Kreis besser in den Griff bekam, hatten die Dortmunderinnen der Wucht, mit der das Team von Trainer André Fuhr nicht nur den direkten Gegenstoß, sondern auch die zweite Welle und die schnelle Mitte ausspielte, kaum etwas entgegen zu setzen. „Wir haben von der ersten Minute an unser Spiel gespielt, aufmerksam und mit viel Geschwindigkeit“, analysierte ein zufriedener Fuhr den Auftritt seiner Mannschaft.

Folgerichtig war beim 9:15-Rückstand zur Pause schon klar, dass die Gäste eine Mammutaufgabe vor sich hatten, wollten sie noch etwas Zählbares holen. Doch Metzingen tat Smits‘ Schützlingen nicht den Gefallen, nachzulassen. Kaum einmal kamen die Schwarzgelben selbst ins Tempospiel, weil sie sich eben im Angriff schwer taten und somit einfache Gegentreffer kassierten. Vier Minuten nach dem Wiederanpfiff führte der TuS bereits mit acht Toren (18:10), die Dortmunderinnen versuchten weiterhin, sich in die Partie zu beißen, doch in der 42. Minute stellte Marlene Zapf das erste Mal einen zehn-Tore-Vorsprung her – nicht ganz zufällig per Gegenstoß. Somit war die Partie dann allerspätestens eine Viertelstunde vor Schluss zu Gunsten der Gastgeberinnen entschieden.

Clara Woltering beendet ihre Karriere, Isabell Roch kommt aus Metzingen

Das Foto (Quelle: Stummbillig) zeigt Clara Woltering.

Torhüterin Clara Woltering wird ihre Karriere nach der aktuellen Spielzeit im Sommer 2019 beenden. Die dann 36-Jährige blickt auf eine eindrucksvolle Karriere zurück und hängt ihre Schuhe nach insgesamt vier Saisons beim BVB an den Nagel. Bereits zu Beginn ihrer Laufbahn spielte Woltering in der Saison 2004/2004 für die Schwarzgelben. In dieser Zeit absolvierte sie ihr erstes von 222 Länderspielen. „Claras Karriere hat damals bei uns begonnen und wir sind stolz darauf, dass sie auch bei uns endet“, sagt Andreas Heiermann, Abteilungsvorstand der BVB-Handballabteilung. „Sie ist in ihrer Zeit beim BVB zu einem Gesicht von Borussia Dortmund geworden“, fügt er an.

Mit Woltering beendet eine der wohl besten deutschen Handballerinnen aller Zeiten ihre Karriere: Handballerin des Jahres 2009 und 2017, deutsche Pokalsiegerin 2002 und 2010, Challenge-Cup-Siegerin 2005, Champions-League-Siegerin 2015 und wertvollste Spielerin des Final-Four-Turniers der Champions-League 2015 – Titel säumen Clara Wolterings Karriereweg. Nach ihrem Wechsel nach Dortmund im Sommer 2015 prägte die Torhüterin nach dem Wiederaufstieg die erfolgreiche Zeit des BVB in der Bundesliga und war eine zentrale Figur bei der Qualifikation für den Europacup in der vergangenen Saison: Die BVB Handball Damen spielten erstmals seit 14 Jahren wieder international. Woltering war sowohl Teil des BVB-Teams, das 2004 das Finale des Challenge Cups verlor als auch Teil der Mannschaft, die im vergangenen November denkbar knapp gegen den Titelverteidiger aus Craiova scheiterte. Auch in ihrer letzten Saison zeigt die Nationaltorhüterin, dass sie nach wie vor internationales Top-Niveau verkörpert. „Mir fällt es definitiv nicht leicht, aber irgendwann muss es das auch mal gewesen sein“, verrät Woltering. „Ich möchte nicht erleben, dass ich mich irgendwann mal selbst auswechseln muss, weil ich nicht mehr von mir und meiner Leistung überzeugt bin. Ich muss mich bei meinen Eltern und meiner ganzen Familie bedanken. Die haben mir jahrelang den Rücken frei gehalten“, fügt sie an.

Neben dem Stolz darauf, dass sich eine Spielerin von Weltklasse-Format, die Woltering zweifelsohne ist, in ihrer aktiven Karriere zu hundert Prozent mit dem BVB identifizierte, freut sich Heiermann zudem, bekanntgeben zu können, dass die Top-Torhüterin den Dortmunderinnen weiterhin neben dem Spielfeld erhalten bleiben wird. „Vielleicht hätten wir Clara noch zu einem weiteren Jahr als Spielerin bewegen können, aber ihr Privatleben ist einfach zu wichtig. Wir freuen uns, dass sie Borussia Dortmund als Torwarttrainerin auch in Zukunft zur Verfügung stehen wird“, erklärt Heiermann, der zudem auch betont, dass die Verfügbarkeit einer adäquaten Nachfolgerin die Entscheidung in Abstimmung mit Woltering vereinfacht hat. Denn wie bereits nach dem Ende der Nationalmannschaftskarriere einer der weltbesten Torhüterinnen nach der Heim-WM 2017 beim DHB folgt Isabell Roch nun auch beim BVB auf Woltering. Seit dem Amtsantritt von Bundestrainer Henk Groener nach der Weltmeisterschaft gehört Roch zum Stammpersonal der deutschen Nationalmannschaft und bildete mit Dinah Eckerle bei der vergangenen Europameisterschaft in Frankreich das Gespann zwischen den deutschen Pfosten.

„Es ist eine Ehre und ein Ansporn, Clara hier in Dortmund beerben zu dürfen“, sagt Roch voller Respekt. Die 28-Jährige wechselt vom Ligakonkurrenten TuS Metzingen zu den Schwarzgelben. „Der Wechsel nach Dortmund ist für mich eine Entscheidung für meine weitere sportliche Zukunft. Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam eine erfolgreiche Zeit haben werden“, begründet die Torhüterin ihren Wechsel und fügt an: „Der BVB hat ambitionierte Ziele, das passt zu meiner Einstellung. Ich möchte dabei Verantwortung übernehmen.“

Auch die gebürtige Erlenbacherin hat eine schwarzgelbe Vergangenheit, lief schon in der Spielzeit 2009/2010 für den BVB auf. „Wir haben sie mit ihrem großen Potenzial damals ungerne ziehen lassen müssen“, erinnert sich Heiermann. Und auch die neue Torhüterin blickt positiv auf ihre Zeit im Ruhrgebiet zurück: „Ich kenne das Umfeld und habe immer noch viele Bekannte aus verschiedenen Bereichen hier, von daher wird es nicht lange dauern, bis ich mich in Dortmund eingelebt habe“, zeigt sich Roch voller Vorfreude auf die gemeinsame schwarzgelbe Zukunft.

 

Wer die spannenden Partien der BVB Handball-Damen noch einmal in unserer Aufzeichnung sehen möchte, der möge auf das Foto klicken!

 
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