Neuigkeiten aus dem Signal Iduna Park

Auf dieser Seite finden Sie die Pressekonferenzen des BVB zur laufenden UEFA Champions League-Saison 2019/2020. Ein Hinweis: Beachten Sie bitte, dass wir immer die aktuellste Pressekonferenz an erster Stelle platzieren!

 

Borussia Dortmund steht im Achtelfinale der UEFA Champions League

Nach einer packenden Partie mit vielen Torchancen auf beiden Seiten konnten sich die Westfalen mit sehr viel Kampfkraft gegen SK Slavia Prag letztlich durchsetzen. Ein Borusse wusste mit einer überragenden Leistung zu überzeugen. 

Keeper Roman Bürki war der Mann des Abends

Es waren insgesamt 7 grandiose Paraden mit denen Roman Bürki sein Team im Spiel hielt und somit den Grundstein für die Qualifikation für das Achtelfinale in der UEFA Champions League legte. 
Der BVB spielte in einer 5 - 2 - 3 Grundformation mit 3 Innenverteidigern und mit Raphael Guerreiro und Achraf Hakimi 2 recht hoch stehenden Außenverteidigern. Julian Weigl ersetzte den verletzten Axel Witsel im zentralen Mittelfeld. Man begann recht rasant und erzielte bereits in der 10. Spielminute durch Jadon Sancho nach einer schönen Vorlage von Marco Reus das wichtige 1:0 für den BVB. Anschließend hatte Marco Reus mehrere gute Torchancen. In der 22. Minute hatte er die größte Chance auf 2:0 zu erhöhen, nachdem er alleine auf Keeper Ondrej Kolar zulief, aber es letztlich an Kaltschnäutzigkeit vor des Gegners Tor vermissen ließ. Slavia Prag kam aber Mitte der 1. Halbzeit immer besser ins Spiel und die Borussen wirkten zunehmend nervöser und hektischer. Folgerichtig erzielte Tomas Soucek kurz vor der Halbzeit den 1:1 Ausgleichstreffer für die Tschechen. 
Die 2. Halbzeit war ähnlich hart umkämpft wie die Erste und unter dem Strich konnte sich Borussia Dortmund nach einem Tor von Julian Brandt und nach vielen tollen Glanzparaden von Roman Bürki, der viele hochkarätige Torchancen für Slavia Prag vereitelte, durchsetzen. Wie schon gegen Hertha BSC verstand man es in Unterzahl die 2:1-Führung zu verteidigen, nachdem Julian Weigl nach einem wiederholten Foulspiel vom Platz geschickt wurde.






 Ausfall von Axel Witsel schmerzt Lucien Favre: 

"Er ist für die Mannschaft ein sehr wichtiger Spieler"

Es ist das letzte und entscheidende Gruppenspiel für Borussia Dortmund für den Einzug ins Achtelfinale der UEFA ChampionsLeague. Cheftrainer Lucien Favre hat dabei allerdings mit einigen Problemen zu kämpfen. 

Das letzte Gruppenspiel in der UEFA ChampionsLeague ist für Borussia Dortmund und Inter Mailand elementar wichtig, denn es geht um die wichtige Frage, wer von den beiden sich letztlich für das Achtelfinale qualifizieren wird. Inter Mailand hat gegenüber dem BVB zumindest rechnerisch zwei entscheidende Vorteile: sie haben zum einen das bessere Torverhältnis als die Westfalen und zum anderen konnten sie das direkte Duell in der Summe für sich entscheiden. Borussia Dortmund muss also gegen Slavia Prag gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass der FC Barcelona gegen Inter Mailand wenigstens einen Punkt holen wird. Theoretisch sollten die Katalanen mit ihrem Superstar Linoel Messi das schaffen. Da sie sich allerdings bereits klar als Gruppenerster für das Achtelfinale qualifiziert haben, geht es für sie quasi um nicht viel, sodass sich die Frage stellt, wie viel Engagement sie in dieses Spiel stecken werden.
Das zweite große Problem für den BVB ist der Ausfall von Axel Witsel, der nach einem äußerst unglücklichen häuslichen Sturz im Gesicht verletzt wurde und nun neben Thomas Delaney für die restliche Hinrunde ausfallen wird. Das sei "schade für ihn und schade für uns, denn er ist für die Mannschaft ein sehr wichtiger Spieler" beteuerte Cheftrainer Lucien Favre. Der Schweizer Trainer hat nun die schwierige Aufgabe, ein stabiles System für das zentrale Mittelfeld zu finden. Wie immer lässt er sich dabei nicht in die Karten gucken. "Es ist möglich, dass wir weiter so spielen" sagte er auf der Pressekonferenz. Mit "so" meint er sein Gefüge beim überraschend deutlichen Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf, in dem er mit einer Dreier-Abwehrkette spielen ließ mit Lukasz Piszczek, Dan-Axel Zagadou und Manuel Akanji im Abwehrzentrum. Achraf Hakimi und Raphael Guerreiro wirbelten auf den Außenpositionen rum. "Wir können mehrere Systeme spielen. Wir können mit diesem System anfangen und es während des Spiels sehr schnell ändern" verriet Lucien Favre.





 Die magische 2. Halbzeit

Der BVB verwandelte völlig überraschend einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg und konnte dabei erst in der 2. Halbzeit überzeugen.

"Ich weiß es nicht" sagte ein völlig frustrierter und enttäuschter Antonio Conte, Cheftrainer von Inter Mailand, auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Seine Ratlosigkeit über das zuvor Geschehene war ihm ins Gesicht geschrieben. Er musste erstmal einiges verarbeiten, denn das Spiel war eins völlig unterschiedlicher Halbzeiten. Der Gastgeber begann zunächst fahrig, wirkte verunsichert und kassierte bereits in der 5. Minute nach einem Stellungsfehler von Innenverteidiger Manuel Akanji das 0:1. In der Folgezeit versuchte man zwar das Spiel an sich zu reißen, scheiterte jedoch an einer sehr dicht gestaffelten Mailänder Mannschaft, die es immer wieder verstand, durch intensives Pressing und schnelles Umschaltspiel einige Nadelstiche zu setzen. Kurz vor der Halbzeit fiel dann auch das 0:2 und selbst die treuesten BVB-Fans glaubten nicht mehr daran, dass die Borussen das Spiel noch drehen könnten. Zu unsicher war ihr Auftreten in der 1. Halbzeit, zu sehr fehlte es quasi an allem. 

Als die Schwarz-gelben dann wieder aus der Kabine kamen wirkten sie wie verwandelt. Sie erhöhten das Tempo, übten nun ihrerseits immer mehr Druck auf den Gegner aus, der nun unsicherer wurde und viele Ballverluste im Mittelfeld erlitt. Borussia Dortmund schaffte es tatsächlich das 0:2 in ein 3:2 umzuwandeln und hat nun sehr gute Chancen sich für die K.O.-Runde in der UEFA Champions League zu qualifizieren. Mann des Abends war Achraf Hakimi, der sich mit 2 erzielten Treffern selbst sein größtes Geburtstagsgeschenk machte.



"Ich bin immer glücklich, wenn ich mit Marco auf dem Platz stehe!"

BVB-Mannschaftskapitän Marco Reus hat sich beim Ligaspiel gegen den VfL Wolfsburg am Fuß verletzt und musste ausgewechselt werden. Sein Einsatz für das wchtige Champions League Spiel gegen Inter Mailand ist gefährdet. BVB-Cheftrainer Lucien Favre hat zwar eine echte Alternative zur Verfügung, aber vermissen würde man Marco Reus dennoch.

Julian Brandt auf dem Trainingsgelände in Brackel

Julian Brandt gilt als und talentierter Mittelfeldspieler, der zu Saisonbeginn mit großen Hoffnungen von Bayer 04 Leverkusen zu Borussia Dortmund wechselte. Neben Nico Schulz, Thorgan Hazard und Mats Hummels gilt er als großer Tansfercoup, der die Titelambitionen von Borussia Dortmund untermauerte. Doch leider fand der gebürtige Bremer in der laufenden Saison noch nicht richtig in die Spur. Im Champions League Spiel gegen den FC Barcelona machte er durch einen schönen Fernschuss auf sich aufmerksam, der - aus Dortmunder Sicht leider - nur die Latte traf. Erst in der 2. Halbzeit des Pokalspiels gegen Borussia Mönchengladbach konnte der gebürtige Bremer mit seinen 2 spielentscheidenen Treffern in der Schlussphase auf sich aufmerksam machen. Das große Dilemma von Julian Brandt ist die Tatsache, dass seine Lieblingsposition im offensiven zentralen Mittelfeld bereits durch Marco Reus fest vergeben zu sein scheint. Der 23-Jährige nimmt es aber gelassen. Sowohl Marco als auch er seien im Systempuzzle sehr "variabel". "Ich glaube schon, dass es verschiedene Muster gibt. (...) Ich bin immer glücklich, wenn ich mit Marco zusammen auf dem Platz stehe. In der jetzigen Konstellation ist es zwar schade, dass er sich verletzt hat, aber wenn er auf der 10 spielt macht es unfassbar viel Spaß mit ihm zu spielen. (...) Er ist ein hervorragender Spieler und er gehört einfach auf den Platz. In welcher Konstellation das ist, ist erstmal zweitrangig. Wir möchten einfach nur alle Fußball spielen und auf dem Platz stehen." 


 „Es gibt viel mitzunehmen!“ 

Das torlose Remis gegen den FC Barcelona sieht man in Dortmund mit einem lachenden und einem weinenden Auge. 

Die gute Nachricht zuerst: Man hat gegen den hohen Favoriten FC Barcelona nicht verloren. Die schlechte Nachricht: Sehr zum Bedauern der Fans hat man hat es gegen die Katalanen nicht geschafft, eine der zahlreichen Torchancen zu einem Sieg, der sehr wichtig gewesen wäre, zu nutzen. Die größte Chance hatte Marco Reus in der 2. Halbzeit bei einem Foulelfmeter, die er aber nicht nutzen konnte. Marc Andre ter Stegen bewies, warum er zu den besten Torhütern der Welt gehört. Er ahnte die Ecke und wehrte den Schuss von Marco Reus ab.

Es war dennoch eine ordentliche Leistung, die der BVB seinen Fans im ausverkauften Westfalenstadion / Signal-Iduna-Park bot. Mit 2 Viererketten vor dem eigenen Strafraum verstand man es die Katalanen weitestgehend aus der eigenen Gefahrenzone fern zu halten und die Räume eng zu machen.

In der 2. Halbzeit wurde die Borussia besser. Man überlies nicht mehr nur den Katalenen das Spiel, sondern man wurde aktiver und verstand es gut umzuschalten und sich somit die ein oder andere gute Torchancen herauszuspielen. Alles in allem ist Cheftrainer Lucien Favre mit der Leistung seiner Jungs zufrieden.

„Sie werden wahrscheinlich ohne Messi spielen!“

Es ist nach langer Zeit das erste Aufeinandertreffen der Borussen auf die Katalanen. Auch wenn zwei sehr erfolgreiche Mannschaften nun direkt aufeinander treffen, gab es bei der Pressekonferenz ein beherrschendes Thema.

„Barcelona ist eine schöne Stadt und immer eine Reise wert“ sagte einst Jürgen Klopp in seiner damaligen Rolle als Cheftrainer von Borussia Dortmund als Antwort auf die Frage, ob er sich Barca als Gegner in der UEFA-Championsleague wünschen würde. Er fügte allerdings direkt hinzu: „Aber man muss da nicht unbedingt hinfahren, um Fußball zu spielen!“ Ihm war damals schon klar, dass die Katalanen mit ihrem Superstar Lionel Messi nicht gerade als angenehmer Gegner galten. Im Gegensatz zu Real Madrid, gegen die der BVB in der UEFA Königsklasse in den letzten Jahren schon mehrfach antrat, ist das Spiel gegen Barca quasi ein Novum. Das letzte Aufeinandertreffen fand am 11. März 1998 statt, also vor über 21 Jahren. Damals trennte man sich im Westfalenstadion im UEFA Supercup mit einem 1:1 und verlor nach einer 2:0 Niederlage in Barcelona in der Summe das Duell.

Lionel Messi war auch das große Thema bei der BVB-Pressekonferenz. Wird er gegen den BVB spielen oder nicht? Das war die beherrschende Frage der Pressekonferenz. „Sie werden wahrscheinlich ohne Messi spielen!“ sagte Cheftrainer Lucien Favre mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Wir freuen uns auf das Spiel und möglicherweise einen Teil mit Messi und einen Teil ohne Messi. Der argentinische Nationalspieler ist nach einer Wadenverletzung ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Nichtsdestotrotz ist sein Einsatz fraglich. Ohne den argentinischen Superstar spiele laut Favre der FC Barcelona „ein wenig anders, denn Messi spielt sehr oft einen falschen Stürmer.“

„Ich würde mich persönlich sehr freuen, wenn er spielen sollte“ sagte BVB-Mannschaftskapitän Marco Reus über einen möglichen Einsatz von Lionel Messi. „Natürlich weiß jeder, dass sie mit Lionel Messi deutlich stärker sind, weil er der beste Spieler der Welt ist und Fähigkeiten besitzt, die sonst kaum jemand hat. (…) Ich finde es wichtig, dass wir uns auf uns konzentrieren und nicht so viel über den Gegner sprechen. (…) Wir spielen zuhause, haben auch eine gute Mannschaft und wir wollen zuhause das Spiel gewinnen.“



 
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