Neuigkeiten von Borussia Dortmund

Auf dieser Seite finden Sie die Pressekonferenzen von Borussia Dortmund zur Bundesliga Saison 2019/2020. 

Ein Hinweis: Beachten Sie bitte, dass wir immer die aktuellste Pressekonferenz an erster Stelle platzieren!

 Bor. Dortmund - Fortuna Düsseldorf 5 : 0

Hier sehen Sie die Pressekonferenz nach dem Spiel Bor. Dortmund - Fortuna Düsseldorf 5 : 0 Zur Halbzeit lag Dortmund nur mit 1:0 vorne, in der zweiten Halbzeit Spielte der BVB sehr gut sowohl Reus als auch Sancho machten ihren Doppelpack perfekt, aus dem Mitte heraus sorgte Brandt für etliche Impulse. Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung.

"Wir haben uns noch nicht entschieden!"

Zum wichtigen Bundesligaspiel gegen Fortuna Düsseldorf stellen sich gerade in der Abwehr und im Sturm einige Fragen zum Personal.

Nach der gelb-roten Karte gegen Mats Hummels im hart umkämpften Sieg gegen Hertha BSC und den Trainingsrückständen von Manuel Akanji und Julian Weigl (beide fehlten beim Mannschaftstraining am Dienstag) könnte sich die Besetzung des Abwehrzentrums für das Spiel gegen Fortuna Düsseldorf etwas schwierig gestalten. Es stellt sich nun natürlich die Frage, wie groß diese Lücke ist und wie Cheftrainer Lucien Favre sie zu schließen gedenkt. Sind Manuel Akanji und Julian Weigl wieder fit und lässt er wieder - wie in Berlin - mit einer Dreierkette spielen oder stellt er auf eine Viererkette um? Wie immer lässt sich der Schweizer Trainer dazu nicht in die Karten schauen: "Wir haben uns dazu noch nicht entschieden." Rein körperlich seien jedenfalls alle Spieler fit. Manuel Akanji, Julian Weigl und auch Stürmer Paco Alcacer haben heute wieder angefangen zu trainieren und es habe keinerlei Probleme oder Beschwerden gegeben.

Die zweite große Baustelle beim BVB ist derzeit der Sturm. Der Vorsitzende der Geschäftsführung Hans Joachim Watzke gab bereits bei der Mitgliederversammlung zu, den Fehler begangen zu haben, neben Paco Alcacer keinen 2. Stürmer verpflichtet zu haben. Der Spanier ist leider öfter verletzt als ursprünglich gedacht und leidet ebenso an Formschwankungen, sodass die Überlegung, im Winter einen 2. Stürmer zu verpflichten, durchaus naheliegend erscheint. Derzeit machen Gerüchte die Runde, dass Borussia Dortmund großes Interesse an Erling Haaland von RB Salzburg hätte. Auch wenn Lucien Favre sich verbal nicht konkret dazu äußert, so scheint er vom 1,91 Meter großen Norweger durchaus angetan zu sein. "Es ist noch kein Thema um darüber zu sprechen" sagte er lachend bei der Pressekonferenz.



 "Wir müssen die Trendwende schaffen!"

Die Luft wird nach den vielen Enttäuschungen bei den letzten Spielen für den BVB immer dünner. Die Fans sind äußerst unzufrieden und viele von ihnen wünschen sich bald einen neuen Cheftrainer. Dennoch gibt es zumindest eine Statistik, die gerade vor dem Spiel gegen die Hertha für Lucien Favre spricht.

Die Stimmung ist bei den Fans so schlecht wie schon lange nicht mehr. Spätestens nach der Leistung in der ersten Halbzeit gegen den SC Paderborn vergrößert sich die Zahl derer, die die Ablösung von Cheftrainer Lucien Favre fordert. Viele Anhänger des BVB vermuten aber auch, dass es in der Mannschaft den ein oder anderen unzufriedenen Spieler gibt, sodass Unruhe und Störfeuer enstehen, die für die mageren Leistungen verantwortlich sind. Zum Beispiel stand und steht Jadon Sancho dabei nach wie vor im Mittelpunkt des Geschehens. Der englische Nationalspieler versäumte schon einmal das Mannschaftstraining und auch in Barcelona fiel er durch Unpünktlichkeit und gewisse Undiszipliniertheiten auf, wie der WDR berichtete. BVB-Sportdirektor relativierte allerdings den Bericht: "Das ist so nicht ganz richtig. (...) Wir haben das schon intern längst mit ihm persönlich und mit der Mannschaft besprochen. Das Thema ist für uns abgehakt und erledigt."

Aber der Sportdirektor ist mit den Ergebnissen aus der jüngsten Vergangenheit natürlich ebenfalls nicht zufrieden. Es gelte, die Trendwende zu schaffen, was natürlich auch in Anbetracht des neuen Hertha-Trainers Jürgen Klinsmann keine leichte Aufgabe ist.

Ein gutes Omen hat dieses bevorstehende Bundesligaspiel allerdings für den BVB dennoch: Das letzte Aufeinandertreffen der Cheftrainer Lucien Favre und Jürgen Klinsmann war am 14. Februar 2009, also vor 10 1/2 Jahren. Damals gewann Lucien Favre als Trainer der Hertha gegen die Bayern, die damals von Jürgen Klinsmann trainiert wurden, mit 2:1!    



Die Nachspielzeit sichert einen Punkt

Die Borussia hatte gegen den Tabellenletzten Paderborn eigentlich die Konstanz wiederfinden wollen. Dass die Gäste von Trainer Steffen Baumgart im Signal Iduna Park über 80 Minuten lang den Ton angaben, ließ auch Cheftrainer Lucien Favre nach dem Spiel von "desaströsen" ersten 45 Minuten sprechen.

Bereits nach fünf Minuten überraschten die Gäste die Hausherren. Nach einer BVB-Ecke zündeten die Paderborner die Konter-Turbo und ließen die Dortmunder Hintermannschaft alt aussehen. Die Mannen um Kapitän Marco Reus ließen sich davon nur kurzzeitig verunsichern und versuchten in der Folge über den Ballbesitz die Sicherheit zurück zu gewinnen. 

Dies hielt allerdings nur bis zur 37. Spielminute. Da brachte ein langer Paderborner Paß die BVB Verteidigung in Schwierigkeiten. Erneut war es der Ex-Cottbusser Streli Mamba, der bereits in der 5. Minute den Konter abgeschlossen hatte, welcher nun auch das 2:0 vollstreckte. Das Pfeifkonzert der BVB-Fans wurde aber erst so richtig gellend, als die Paderborner kurz vor dem Halbzeit-Tee sogar noch auf 0:3 aus Dortmunder Sicht erhöhten (Gerrit Holtmann, 43.) 

Nach der Pause besannen sich die Hausherren dann doch auf die Stärken: Nur 2 Minuten nach dem Wechsel war es der jüngst durch Disziplinlosigkeiten auffällig gewordene Jadon Sancho, der die Aufholjagd einläutete (1:3, 47.). In der Folge lief ein schwarz-gelber Angriff nach dem anderen, ehe Axel Witsel in der 84. Spielminute den 2:3 Anschluss aus Sicht der Hausherren markierte. Es entspann sich ein Spektakel, in dem letztlich BVB's Marco Reus in der Nachspielzeit den glücklichen Punktgewinn für den BVB besorgte (3:3, 90.)

Lucien Favre zeigte sich nach der Partie entsprechend alles andere als zufrieden. Seine Mannschaft habe eine desaströse erste Halbzeit gespielt. Allein die "Comeback-Qualität" sei ein Lichtblick gewesen. Man müsse nun sehr genau analysieren, so Favre weiter.

Was der 62-jährige Schweizer sonst noch über das Spiel zu sagen hatte, und was Gäste-Coach Steffen Baumgart von seiner Mannschaft hielt, das sehen Sie in der von Sportlive e.V. aufgezeichneten Pressekonferenz nach dem Spiel.

 "Wir müssen jetzt nach vorne schauen!"

Es ist seit vielen Jahren Tradition, dass vor jedem Pflichtspiel von Borussia Dortmund eine Pressekonferenz stattfindet, in der die Fragen der Medienvertreter beantwortet werden. BVB-Cheftrainer Lucien Favre, der ohnehin nicht als großer Redner bekannt ist, geht speziell auf ein Thema sehr ungerne ein.

Was beim BVB seit Wochen recht konstant ist, ist mangelnde Konstanz. Gewinnt man zuhause gegen Gegner wie den Bayer 04 Leverkusen oder den VfL Wolfsburg klar und deutlich, so tut man sich auswärts deutlich schwerer, wie zum Beispiel bei der völlig unerwartet deutlichen 1:3-Niederlage gegen den Aufsteiger Union Berlin oder die schon zur Tradition gewordene Klatsche in München gegen den FC Bayern. 

Vielleicht ist es jetzt daher auch ganz gut, dass es nach dem Debakel in München in die Länderspielpause ging, denn die Borussen hatten danach einiges aufzuarbeiten. "Natürlich war dieses Spiel schwer zu verdauen" gab auch Cheftrainer Lucien Favre zu. "Aber jetzt ist es verdaut und wir schauen nach vorne." "Männerfußball" forderte Michael Zorc ja vor der Partie in München von seinen Jungs, doch konnte man genau das beim Spiel gegen die Bayern nicht umsetzen. Zu dominant war der Gegner, sodass nahezu alle BVB-Fans vom sogenannten "KLassiker" bitter enttäuscht waren. Natürlich gäbe es Vieles, das bei der Partie schief gelaufen sei, doch Lucien Favre ging nicht weiter darauf ein. Er möchte "nicht darüber sprechen".

"Wir müssen Männerfußball spielen !"

Pressekonferenzen sind dafür bekannt, dass dort für gewöhnlich sehr diplomatische Aussagen getroffen werden. Doch zum deutschen Klassiker fand BVB-Sportdirektor Michael Zorc durchaus deutliche und selbstkritische Worte, die er direkt an seine eigene Mannschaft richtet.

Es sind noch die berühmten "Wochen der Wahrheit" und Cheftrainer Lucien Favre, der zuletzt doch etwas angespannt wirkte, hat nach 3 Siegen in Folge wieder allen Grund etwas aufzuatmen. Nach der kuriosen Aufholjagd gegen Inter Mailand im UEFA Champions League Spiel ist das Thema "Mentalitätsprobleme beim BVB" ein für alle mal ad acta gelegt. 

Allerdings könnte man nun meinen, dass genau diese mediale "Mentalitätsdebatte", die in den letzten Wochen geführt wurde, nun genau im eigenen Haus wieder neu entfacht wird. Denn trotz des Gewinn des Supercups zu Beginn der Saison fällt die Statistik gegen den Rekordmeister aus München für den BVB sehr düster aus. Denn gerade in München tut sich Borussia Dortmund gegen die Bayern besonders schwer. Die letzten 3 Auswärtspartien verlor man klar und deutlich in der Summe mit 1:13 Toren. Der letzte Sieg in München gelang dem BVB mit dem damaligen Cheftrainer Thomas Tuchel am 26. April 2017 im DFB-Pokal-Halbfinale, als ein gewisser Pierre Emerick Aubameyang und Ousmane Dembele den Revierclub auf die Siegerstraße schossen. Sportdirektor Michael Zorc nannte diese "Horrorbilanz" klar beim Namen und stellte eine klare Forderung an sein Team.

Ein Doppelpack von Thorgan Hazard (52.) und Raphael Guerreiro (58.) brachte den BVB gegen insgesamt harmlose Gäste auf die Siegerstraße. Mario Götze (Strafstoß, 88.) stellte den Endstand her.

 

Die Alternative zu Mats Hummels

Mats Hummmels fiel beim Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach wegen Magen-Darm-Probleme aus. Für ihn rückte jemand in die Startelf, der beim Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach trotz eines Stellungsfehlers beim Gegentreffer zu überzeugen wusste.

Dan Axel Zagadou zeigte eine gute Abwehrleistung im Pokalspiel.

Dan-Axel Zagadou zählt schon allein wegen seiner Physis zu den robusteren Abwehrspielern in der Liga. Der 1,96 Meter große Abwehrhüne stand zuletzt für Mats Hummels in der Startaufstellung und wusste neben Manuel Akanji im Abwehrzentrum zu überzeugen. Er ist nicht nur der klassische "Abräumer", sondern er versteht es auch das Spiel von hinten aufzubauen und somit auch wichtige Impulse im Angriffsspiel des BVB zu setzen. "Er war sehr gut im Spielaufbau, spielte gute Pässe" lobte ihn Cheftrainer Lucien Favre und erwähnte dabei das gute Stellungsspiel des 20-jährigen Franzosen. Nichtsdestotrotz waren seine bisherigen Einsatzzeiten - ähnlich wie bei Mittelfeldspieler Mario Götze - in der laufenden Saison eher marginal. Ob er gegen den Vfl Wolfsburg wieder eine Einsatzchance im Abwehrzentrum bekommen wird, bleibt abzuwarten.  


"Das ist ein Derby - das ist sehr speziell"

Borussia Dortmund muss am morgigen Samstag nach Gelsenkirchen und steht dort dem momentan an Position 7 rankierenden FC Schalke 04 in der Veltins Arena gegenüber. Anstoss ist 15:30 Uhr. Die Brisanz diesmal: Beide Teams trennen dieses Mal nur ein einziger Punkt in der Tabelle.

Dortmunds Cheftrainer Lucien Favre, der sich zusammen mit Sportdirektor Michael Zorc den Fragen der Journalisten in der heutigen Pressekonferenz stellte, sieht den Druck der Partie dieses Mal bei seiner Mannschaft. Die müsse den Ausfall von Paco Alcancer und Marcel Schmelzer verkraften. Ob sich Mannschaftskapitän Marco Reus fit genug fühlt, wollte Favre auf Nachfrage der Journalisten nicht bestätigen. Hier müsse man abwarten, so Favre.

Auf das Derby angesprochen reagierte Favre mit einem leichten Grinsen. Er habe mit dem BVB bisher lediglich zwei Mal gegen die Königsblauen antreten dürfen. Dabei sei ihm jedoch bewusst geworden, dass die Derbys zwischen Schalke und dem BVB durchaus eine Brisanz mit sich bringen.

Was Lucien Favre darüber hinaus zu der Situation zu sagen hatte, dass zur Zeit in verschiedenen Medien bereits sein Nachfolger diskutiert werde, und wie Michael Zorc auf Nachfragen zum letzten Spiel gegen Inter Mailand reagierte, das alles gibt's wie immer in unserer Aufzeichnung der heutigen Pressekonferenz 

"Das war ein Arbeitssieg für uns"

Borussia Dortmund schlägt im Spitzenspiel des achten Spieltags zwar die Fohlen aus Mönchengladbach mit 1:0, bleibt in der Tabelle aber zunächst an Platz vier hinter Gladbach, Wolfsburg und den Bayern. Trainer Lucien Favre war nach dem Spiel in der Pressekonferenz trotzdem sehr zufrieden.

Auf dem Rasen hatten beide Mannschaften von Beginn an ihre Chancen, scheiterten aber jeweils an den glänzend aufgelegten Schlußmännern Roman Bürki (BVB) und Yann Sommer (Gladbach). So war es Bürki, der allein in den ersten 45 Minuten gleich zwei Mal mit dem Fuß an der Strafraum-Grenze Sieger gegen den heranstürmenden Breel Embolo blieb. Auf der anderen Seite verhinderte Sommer im Gästetor durch seine Reflexe eine Dortmunder Führung nach Kopfball von Mats Hummels.

In der 33. Minute war es dann der Unparteiische Sascha Stegemann - der nach Konsultation des Videobeweises - mit seinem Gespann einen möglichen Führungstreffer von Hazard in der 33. Minute wegen einer Abseitsstellung von Dortmunds Kapitän Marco Reus nicht anerkannten. Eine halbe Stunde vor dem Ende, war es dann wiederrum Marco Reus, der nach einem Dortmunder Angriff zur Stelle war, und den Ball durch die Beine des Gladbacher Schlussmannes beförderte.

Wie die beiden Trainer nach dem Spiel auf der Pressekonferenz zusammenfassten, und welche Antwort Lucien Favre auf die Nachfrage bezüglich der Streichung von Jaden Sancho aus dem heutigen Kader hatte, das sehen Sie in unserer Aufzeichnung:


"Wir haben unnötige Tore gekriegt!"

Die letzten 3 Bundesligaspiele hatten einiges gemeinsam, das die Verantwortlichen und die Fans von Borussia Dortmund nicht gerade erfreut hat: alle Spiele endeten 2:2 Unentschieden, bei allen Spielen kassierte der BVB relativ kurz vor Schluss noch den Ausgleichstreffer und bei allen Spielen blieb der BVB unter seinen Möglichkeiten. BVB-Ceftrainer Lucien Favre und Sportdirektor Michael Zorc nennen die Gründe für die Misserfolge.

"Wir wollen unbedingt gegen Gladbach gewinnen. Wir wollen auch in der Meisterschaft da sein, das ist klar." sagte Lucien Favre vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach. Nach der Länderspielpause erwartet den BVB ein volles Programm, das gegen keinen Geringeren als den gegenwärtigen Tabellenführer der Liga beginnt. Und man merkt dem in der Öffentlichkeit nicht ganz unumstrittenen schweizer Cheftrainer den Erfolgsdruck an. "Ich weiß, wie es ist, wenn es nicht gut läuft, bin schon sehr lange in dieser Branche. Das ist heutzutage leider so, aber ich mache weiter und habe kein Problem damit." Die an seiner Person häufig geäußerte Kritik, er zeige zu wenig Leidenschaft und zu wenig Herzblut konterte Lucien Favre gewohnt rational: "Die beste Philosophie für mich ist, weiter zu arbeiten, richtig zu arbeiten, auch wenn es nicht immer einfach ist." Man erkennt die Probleme, die es zu beheben gelte. "Wir haben uns in Freiburg in der 2. Halbzeit nicht viele Torchancen erarbeitet - eigentlich unüblich für uns" merkte Michael Zorc an. "Ich hoffe, dass jeder einzelne von uns die Pause genutzt hat um den Akku wieder aufzuladen um dann am Samstag eine gute Leistung hier im Stadion zu zeigen. Die Gründe kennen wir: Wir haben zu viele Gegentore bekommen, das müssen wir besser machen. Aber auch eben guten Fußball spielen, jeder einzelne vorweg gehen, dann haben wir auch eine gute Wahrscheinlichkeit das Spiel erfolgreich zu bestreiten." Beim Spiel in Freiburg habe der BVB auch in der 2. Halbzeit durchaus noch gute Möglichkeiten gehabt, um mehr Tore zu erzielen. Man hätte 3 bis 4 große Möglichkeiten gehabt, wenn man im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen getroffen hätte. Es fehlten oft die letzten 5 bis 10 Prozent an Konzentration und Leistung um die Spiele zu gewinnen. Daran müsse gearbeitet werden.





 "Jeder Spieler wird spielen!"

Nach dem wichtigen Sieg gegen Slavia Prag in der UEFA Champions League kann der zuletzt etwas in die Kritik geratene BVB-Cheftrainer Lucien Favre ein wenig aufatmen. In der Liga wartet aber nun mit dem SC Freiburg, der erstaunlich gut in die Saison gestartet sind, ein schwieriger Brocken. Man darf sich auf ein spannendes Spiel mit ein paar interessanten Personalentscheidungen seitens des BVB freuen.

Julian Brandt könnte gegen den SC Freiburg den verletzten Paco Alcacer ersetzen.

Die interessanteste Frage wird sein, wer BVB-Sturmstar Paco Alcacer ersetzen wird. Die spanische "Tormaschine" laboriert zurzeit noch an einer Achillessehnen-Reizung, sodass dieser wie schon beim Spiel gegen Slavia Prag auch bei der Bundesligapartie gegen den SC Freiburg fehlen wird. Es bieten sich 2 Alternativen zur Besetzung der Position in der Sturmspitze an: das ist zum einen Mario Götze, der gegen den SV Werder Bremen nicht nur durch seinen schönen Kopfballtreffer einen guten Eindruck hinterlies, und zum anderen der von Bayer Leverkusen gewechselte Mittelfeldspieler Julian Brandt, der nicht ohne Grund als großes Talent gehandelt wird. Im wichtigen Champions League Spiel gegen Slavia Prag bereitete er sowohl die beiden Treffer von Achraf Hakimi als auch die Großchance von Jadon Sancho vor. Beide Mittelfeldspieler seien zwar jeweils keine "echte Neun", könnten aber "ohne Probleme" im Sturm spielen. Julian Brandt sei auf mehreren Positionen einsetzbar, lobte ihn Chftrainer Lucien Favre. Dazu gehörten sowohl die Flügelpositionen im offensiven Mittelfeld als auch die Sturmspitze als auch eine hängende Spitze. Die Frage nach den marginalen Einsatzzeiten für Mario Götze in der laufenden Saison beantwortete der Schweizer damit, dass aufgrund der hohen Belastungen eine stärkere Rotation erforderlich sei und deutete somit indirekt an, dass auch Mario Götze seine Einsatzzeiten erhalten soll. "Jeder Spieler wird spielen, wir zählen auf alle Spieler, wir brauchen alle Spieler!"


"Wir sind heute enttäuscht!"

Der BVB schaffte es auch zuhause im ausverkauften Westfalenstadion / Signal-Iduna-Park nicht zu gewinnen. Dieses mal war es der SV Werder Bremen mit Cheftrainer Florian Kohfeldt, der den Borussen das Leben schwer machte. Die Enttäuschung ist nicht nur bei den BVB-Fans sehr groß. 

„Das werden die Herausforderungen für die nächsten Wochen sein, das zu widerlegen. Ganz klar!“ war die Aussage von Sportdirektor Michael Zorc vor dem Spiel. Er meinte damit die Diskrepanz zwischen den recht erfolgreichen Heimspielen und die doch eher enttäuschenden Auswärtsspiele in dieser Saison, die es zu überwinden gelte. Er forderte somit mehr Konstanz in der Leistung seiner Mannschaft.

Das 2:2 gegen den SV Werder Bremen war jedoch unter dem Strich deutlich zu wenig für die Ansprüche des BVB. Man war zwar dem Gegner technisch und spielerisch deutlich überlegen, hatte auch die meisten Spielanteile, jedoch vertändelte man zu oft und zu leichtfertig den Ball, suchte zu oft das direkte 1:1-Duell mit dem Gegner auf engstem Raum, sodass man sich zu selten die nötigen Räume im gegnerischen Strafraum erarbeiten konnte, um sich zwingende Torchancen herauszuspielen.

„Wir hatten 65 Prozent Ballbesitz, aber wir hatten manchmal nicht die richtigen Entscheidungen getroffen“ reflektierte BVB-Cheftrainer Lucien Favre die Leistung seiner Mannschaft. „Manchmal haben wir zu viel gedribbelt anstatt mit Pässen den Gegner zu destabilisieren.“ Und genau das war aus Sicht des BVB sehr ärgerlich, denn die Bremer verstanden es oft sehr gut nach Ballgewinn im Mittelfeld schnell umzuschalten und sich gefährliche Chancen – wie zum Beispiel beim 0:1 - herauszuarbeiten. „Insgesamt war es okay, aber es fehlt etwas!“ sagte Lucien Favre bei der Pressekonferenz.

Zuhause hui, auswärts pfui 

Das späte Gegentor in Frankfurt und die damit verlorenen 2 Punkte sind natürlich ein großes Ärgernis beim BVB und seinen Fans. In der Öffentlichkeit wurde oft und lange über eine vermeintlich fehlende Mentalität innerhalb der Mannschaft diskutiert. Lucien Favre und Michael Zorc haben dazu ihre Meinung.

„Wir müssen einfach mal in der Lage sein, das 2:1 über die Bühne zu kriegen und das haben wir nicht geschafft“ schimpfte ein frustrierter Marco Reus unmittelbar nach dem Spiel in Frankfurt im Interview mit SKY. Wie schon bei der bitteren Niederlage gegen Union Berlin stellte sich auch da wieder die Frage nach dem warum. „Wir haben uns beim 2:2 auf jeden Fall dumm angestellt, aber kommt mir jetzt nicht mit eurer Mentalitätsscheiße an“, sagte er, nachdem er auf die fehlende Mentalität in Berlin angesprochen wurde. „Wir ziehen es nicht bis zum Ende durch, aber das hat nichts mit Mentalität zu tun.“ Diese doch recht harschen Worte von Marco Reus waren natürlich ein gefundenes Fressen für viele Medien, sodass eine große Mentalitätsdebatte über den BVB entfach.

Doch was ist Mentalität? Kann man Mentalität überhaupt trainieren? „Die Interpretation von Mentalität ist schwierig zu definieren.“ Sagte Cheftrainer Lucien Favre auf der Pressekonferenz. Und Michael Zorc fügte hinzu: „Mentalität muss für viel herhalten und wird meistens immer genommen, wenn es nicht läuft“ Doch wie ist diese Diskrepanz zwischen den sehr erfolgreichen Heimspielen und den doch recht enttäuschenden Auswärtsspielen in dieser noch recht jungen Saison zu erklären? „Das werden die Herausforderungen für die nächsten Wochen sein, das (die vermeintliche Schwäche bei den Auswärtsspielen) zu widerlegen. Ganz klar!“ lautet Michael Zorcs Antwort dazu. Von einem Mentalitätsproblem oder gar einer Krise möchte der Sportdirektor nichts wissen: „Ich habe es persönlich kritisiert, dass wir nach dem 1:0 es versäumt haben vielleicht das Spiel frühzeitig für uns zu entscheiden. (…) Grundsätzlich sehe ich uns nicht so schlecht aufgestellt“ sagte er und kritisierte dabei dezent die Art der Berichterstattungen einiger Medien: „Ich denke, dass wir sehr früh in der Saison sind und wenn ich mir die Berichterstattungen in dieser Woche anschaue, dann habe ich das Gefühl, wir seien am Ende der Saison, hätten sämtliche Ziele verfehlt und hätten eine Scheißsaison gespielt. Das ist mir alles zu verfrüht. Ihre ganze Stoßrichtung kann ich nicht teilen und auch nicht wirklich nachvollziehen.“ 

„Wenn Mats da ist, ist es besser!“ 

Es war der große Transfercoup zu Beginn der Saison. Kaum ein anderer Transfer hat die Fans von Borussia Dortmund so stark emotionalisiert und auch polarisiert wie dieser: Mats Hummels kehrte an seine alte Wirkungsstätte zurück. Nach dem Abgang von Abdou Diallo zu PSG bilden Manuel Akanji und er das Abwehrzentrum beim BVB. Seine verletzungsbedingte Auswechslung in Frankfurt sehen viele als eine Destabilisierung in der Abwehr. Der späte Ausgleichstreffer der Frankfurter wird von einigen auch auf sein Fehlen in der Abwehr zurückgeführt. Mit mittlerweile 30 Jahren und über 10 Jahren Erfahrung im Profibereich zählt er zu den Routiniers und zu den Führungsspielern bei Borussia Dortmund.

„Mats Hummels hat in den letzten Spielen bewiesen, dass er sehr wichtig für die Mannschaft ist und er ihr Rückgrat ist“ betonte Cheftrainer Lucien Favre. Eine natürliche Rotation sei aufgrund der hohen Belastung in den 3 Wettbewerben unumgänglich, sodass auf keinen Fall alle Spieler sich an allen Spielen beteiligen können. Das gelte auch für Mats Hummels. Sein Einsatz gegen Werder Bremen ist fraglich und eine Entscheidung darüber dürfte erst am Freitag getroffen werden. Aber „natürlich: wenn Mats da ist, dann ist es besser!“ lautet die klare Botschaft des Cheftrainers. 

 „Wir brauchen alle Spieler im Kader!“ 

Trotz der Mehrfachbelastung in mehreren Wettbewerben gibt es im Kader des BVB den ein oder anderen Spieler, der in dieser Saison bislang kaum zum Einsatz kam. Cheftrainer Lucien Favre versteht es, die Situation zu beschwichtigen. 

Mario Götze wartet in dieser Saison noch auf seinen ersten Einsatz.

Die Größe eines Kaders ist oft ein Thema innerhalb einer Mannschaft. Ist er zu klein, dann fehlt es oft an echten Alternativen, falls ein Spieler sich verletzen oder aus sonstigen Gründen ausfallen sollte. Ist er zu groß, dann entsteht zwar zwangsläufig ein Konkurrenzdruck innerhalb des Teams, der für gewöhnlich durchaus gesund sein kann. Aber es verringern sich dann zwangsläufig die Einsatzzeiten vieler Spieler, denen dann zum einen die nötige Spielpraxis abhanden geht und zum anderen sie mit ihrer Rolle des Reservistendaseins innerhalb der Mannschaft dann natürlich unzufrieden sind.

So ähnlich könnte es derzeit Mario Götze ergehen. Wie im letzten Jahr waren die Einsatzzeiten des WM-Helden von 2014 zu Beginn der Saison sehr marginal. BVB-Cheftrainer Lucien Favre mahnt zur Geduld. „Das war schon in etwa vor einem Jahr das gleiche Thema. Er hatte peu a peu etwas gespielt und dann sehr viel gespielt.“  Er macht Hoffnung darauf, dass Mario Götze auch in der laufenden Saison zu seinen Einsatzzeiten kommen wird und betont dabei: „Wir brauchen alle Spieler im Kader!“

„Es war heute wichtig, gut zu verteidigen“

Der BVB festigt seine Position in der Spitzengruppe der Fußballbundesliga. Paco Alcacer (28.), Doppel-Torschütze Marco Reus (50., 90.) und Raphael Guerreiro (83.) ließen das Ergebnis am Ende sehr deutlich aussehen. BVB-Trainer Lucien Favre machte dies nach dem Spiel besonders an der guten Defensiv-Leistung seiner Mannschaft fest und fand lobende Worte für das Spiel der Gegner aus Leverkusen.

Das Spiel an sich war zunächst nicht das Spektakel, was sich die Zuschauer im ausverkauften Signal-Iduna-Park erhofft hatten. Der BVB war zunächst - auch auf Grund der drei Gegentreffer von Berlin - auf Stabilität im eigenen Spiel bedacht. Leverkusen hatte in der ersten Halbzeit deutlich mehr Ballbesitz, konnte diesen aber auf Grund von Fehlern nicht nutzen. So ging es mit einer 1:0-Führung für die Hausherren zum Pausentee.

Nach dem Wechsel blieb der Tabellenführer am Drücker. Leverkusens Trainer Bosz hatte reagiert und mit Bailey einen offensiven Mann gebracht. Dies zeigte auch kurzfristig Wirkung. Letztlich musste aber auch Bosz in der Pressekonferenz nach dem Spiel einräumen, dass seine Mannschaft am Ende durch die offensiven Wechsel zu "offen" gewesen sei.

Lucien Favre hatte trotz des hohen Endstandes vor allem lobende Worte für die Gegner. Leverkusen sei stets gefährlich gewesen. Deshalb sei es in dieser Begegnung besonders wichtig gewesen, "gut zu verteidigen".

Was Lucien Favre darüber hinaus zur Leistung der Dortmunder "Doppel-6" mit Axel Witsel und Thomas Delaney zu sagen hatte, das sehen Sie in unserer Zusammenfassung der Pressekonferenz:

„Ich möchte nicht mehr darüber sprechen!“ 

Es gab in den letzten zwei Wochen das ein oder andere Thema bei Borussia Dortmund, über das Redebedarf bestand. Dazu gehörte zum Beispiel das Thema um die mögliche Vertragsverlängerung von Raphaël Guerreiro. Aber von einem Thema hatten die Verantwortlichen des BVB mittlerweile genug.

Nach der 3:1-Niederlage beim Aufsteiger Union Berlin hagelte es an Kritik für die Mannschaft von Borussia Dortmund. Viele BVB-Fans waren von der Leistung ihres Teams bitter enttäuscht. Der Hauptkritikpunkt richtete sich an die fehlende Moral der Mannschaft. Die gesamte Spielweise wirkte recht pomadig, teilweise ideen- und lustlos. „Wir müssen damit aufhören zu glauben, dass wir nur mit der Qualität die Spiele gewinnen, sondern wir müssen auch die Tugenden an den Tag legen, die wir auch letzte Saison gezeigt haben“, sagte Kapitän Marco Reus unmittelbar nach der Niederlage an der „Alten Försterei“ beim Interview von SKY. Er sprach in dem Zusammenhang von „Willen und Leidenschaft“ und dass „erst dann das Spielerische“ käme. „Wir haben uns heute dumm angestellt“ war sein Fazit zu dem Spiel.

In Anbetracht der Niederlage gegen Union Berlin und auch der Tatsache, dass der BVB ebenfalls zuvor gegen den Aufsteiger aus Köln seine Probleme hatte, steht die Frage im Raum, ob die Deutsche Meisterschaft als Saisonziel nicht ein wenig zu hoch gegriffen sei. „Ich bin mit dem Saisonziel einverstanden, denn ich habe als Trainer immer das Maximum gewollt“ ist die dazu gehörige Antwort von Cheftrainer Lucien Favre. „In der letzten Saison haben wir bis zum Schluss um die Meisterschaft mitgespielt.“ Und genau das wolle man am Ende der Saison wieder tun. „Aber ich möchte nicht ständig und bei jeder Pressekonferenz darüber sprechen, sondern mich mehr auf meinen Job konzentrieren“ fügte er hinzu.

Diese Diskussion um das Saisonziel scheint auch Sportdirektor Michael Zorc etwas zu nerven. „Wir kriegen keinen Punkt mehr, wenn wir jedes Mal erneut davon erzählen, sondern wir sollten viel mehr das Augenmerk darauf legen, was auf dem Spielfeld geschieht.“

Das fast 2 Wochen alte Spiel gegen Union Berlin hat Lucien Favre mittlerweile abgehakt. „Es ist vorbei. Wir müssen nach vorne schauen und fertig!“

„Wir müssen uns auf alle Fälle vorbereiten“ 

Direkt zu Beginn einer Saison gegen einen Aufsteiger zu spielen gilt für gewöhnlich als eine undankbare Aufgabe. Gegen den 1. FC Köln tat sich die Mannschaft von Lucien Favre bereits recht schwer und konnte erst in der 2. Halbzeit nach den Einwechslungen von Julian Brandt und Achraf Hakimi überzeugen. Mit dem 1. FC Union Berlin erwartet der BVB einen ähnlich schwierigen Brocken. 

Borussia Dortmund gegen 1. FC Union Berlin, oder anders formuliert: Der Meisterschaftskandidat gegen den Aufsteiger. Es ist das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Bundesliga und vom „Papier her“, wie man so schön sagt, sollte der BVB als klarer Favorit die Partie für sich entscheiden. Doch die Vergangenheit lehrte den Westfalen, dass die Berliner aus Köpenick im DFB-Pokal ein ziemlich harter Brocken sein können. Zuletzt traf man am 31. Oktober 2018, also ziemlich genau vor 10 Monaten, aufeinander. Erst nach einem verwandelten Foulelfmeter durch Kapitän Marco Reus in der 121. Minute – also in der Nachspielzeit der Verlängerung – konnte der BVB nach einem 3:2-Sieg in die nächste Runde des Wettbewerbs einziehen. BVB-Cheftrainer war damals wie heute Lucien Favre: „Es war sehr eng und sehr schwer. (…) Sie haben sehr viel Power, sind sehr athletisch und sehr gut organisiert.“ Es gilt sich auf alle Formen der Gegenwehr und des Gegenpressings vorzubereiten. 




 

„Wir müssen uns auf alle Möglichkeiten vorbereiten“ 

Wenn Borussia Dortmund auf den 1. FC Köln trifft, dann war die Frage nach der Favoritenrolle in den letzten Jahren immer recht klar zu beantworten. Nichtsdestotrotz deuten die Domstädter eine Stärke an, die dem BVB das Leben schwer machen soll. 

„Freitagabend im Flutlicht – es gibt nichts Schöneres“ sagte Kölns Cheftrainer Achim Beierlorzer über das kommende Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund. Kölns Cheftrainer sieht sich in seiner neuen Heimat „angekommen“ und trotz der Auftaktniederlage gegen den VfL Wolfsburg den Saisonbeginn positiv. Man müsse gegen Borussia Dortmund mutig spielen, Selbstbewusstsein ausstrahlen und ins Pressing gehen.

Lucien Favre lässt sich erfahrungsgemäß nicht so gerne in die Karten schauen. Aber auch er sieht die Domstädter in der neuen Saison deutlich reifer als zum Beispiel den vorherigen Gegner FC Augsburg („Sie haben beide gegen den FC Bologna gespielt. Augsburg hat 1:3 verloren und Köln 3:1 gewonnen.“) Der Schweizer Chefcoach sieht bei den Kölnern ein intensives Gegenpressing, auf das es sich vorzubereiten gelte. „Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass sie sehr hoch und aggressiv pressen, aber wir müssen auch dazu bereit sein, das Spiel zu machen.“



Nach spätestens drei gespielten Minuten waren alle im Dortmunder Stadion hellwach. Da waren nämlich schon zwei Tore gefallen.  Ein Tor fiel nach der Pause. In der 50. Minute verwandelte Sancho eine Hereingabe des starken Axel Witsel zur Führung. Damit war der Widerstand der Gäste gebrochen. Fast im Minutentakt fielen danach die Treffer durch Reus (57. ) und Alcácer (59.). Der eingewechselte Brandt setzte den Schlusspunkt (82.).


Was die Trainer Martin Schmidt (Augsburg) und Lucien Favre (BVB) nach dem Spiel zu sagen hatten, das sehen Sie in unserer Aufzeichnung der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Saisonstart mit einer Unklarheit

Nach einer sehr guten Vorbereitung, vielen Siegen in Testspielen und einem 2:0-Heimsieg gegen den Rekordmeister FC Bayern München im Supercup scheint beim BVB alles für die neue Saison bestens vorbereitet zu sein. Doch eine Unklarheit scheint Sportdirektor Michael Zorc ein wenig Sorge zu bereiten. 

Raphaël Guerreiro kam 2016 als portugiesischer Nationalspieler zu Borussia Dortmund. Er sollte einst als Backup für Marcel Schmelzer auf der linken Abwehrseite dienen, doch Thomas Tuchel erkannte als damaliger Cheftrainer schnell die Offensivqualitäten des Portugiesen. „Er ist viel zu intelligent um nur als Abwehrspieler eingesetzt zu werden“, sagte er einst. Thomas Tuchel sah ihn damals als Denker und Lenker, als Schaltzentrale im Mittelfeld. 3 Jahre später ist die Breite im Mittelfeld beim BVB gewachsen und Raphaël Guerreiro spielt im Kader von Lucien Favre nicht mehr die zentrale Rolle. Es scheint Unstimmigkeiten zum weiteren Verbleib des Mittelfeldspielers bei Borussia Dortmund zu geben. 

Borussia Dortmund gewinnt den Super-Cup 2019 gegen den FC Bayern München

Der Saisonauftakt ist für die Borussia aus Dortmund geglückt. Mit einem 2:0-Erfolg über den Liga-Rivalen FC Bayern München holt sich der BVB den ersten Titel der neuen Saison 2019/2020 - und verschafft seinem Trainer Lucien Favre seinen aller ersten deutschen Fußball-Titel. 

Paco Alcácer (1:0, 48.) und Jadon Sancho (2:0, 69.) ließen die schwarz-gelben Fans am Ende jubeln. Dabei hatte es zur Halbzeit bei einem Stand von 0:0 noch keinen Sieger gesehen. Der BVB war in den ersten 20 Minuten zwar am Drücker, konnte seine beiden Chancen von Alcácer (15.) und Guerreiro (20.) nicht verwerten. Da aber auch die Gäste von Trainer Nico Kovac dank dem starken Bürki-Ersatzmann Marwin Hitz nicht zu einem Erfolgserlebnis kamen, behielt die Null auf beiden Seiten der Anzeigetafel Bestand bis zum Seitenwechsel. 

Nach der Pausen-Ansprache von Lucien Favre kamen die Gastgeber wie ausgewechselt aus der Kabine und nutzten Alcácer eine ihrer frühen Chancen zum Führungstreffer. In der Folge kamen die Gastgeber zwar häufiger von den Kasten von BVB-Torhüter Hitz, konnten diesen aber nicht überwinden. So gelang es der Kovac-Truppe am heutigen Abend nicht, die guten Eindrücke aus den letzten Testspielen erneut zu präsentieren. 

SportLive e. V. hat die Pressekonferenz nach dem SuperCup aufgezeichnet. Was Lucien Favre nach dem Spiel zu sagen hatte, erfahren Sie im nachfolgenden Video.


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