TV- und Videoproduktion
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BVB-Pressekonferenzen aus der Bundesliga-Hinrunde der Saison 2020/2021

 

                            "Das ist schwer zu akzeptieren!"

Nach der sehr enttäuschenen Niederlage gegen den 1. FC Köln werden beim BVB wieder altbekannte Probleme aufgedeckt.

Man war vor der Partie in Anbetracht der vielen guten Ergebnisse in jüngster Zeit sehr gut und optimistisch gestimmt. Sportdirektor Michael Zorc lobte "die Gier" und den Siegeswillen der Mannschaft. Auch in der Abwehr lief es in Anbetracht der vielen Spiele ohne Gegentore wieder ganz gut und man glaubte, dass die Schwarz-Gelben in ihrer Entwicklung - im Vergleich zur Vorsaison - einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht hätten. 

Doch dann kommen wieder diese Ausreißer und bitteren Niederlagen, mit denen eigentlich niemand im Vorfeld gerechnet hat. Wie schon gegen den FC Augsburg schafften die Westfalen es nicht, ihre spieleriche Überlegenheit auszuspielen und kassierten stattdessen unnötige Gegentore.
Dieses mal waren es zwei nahezu identische Tore des Gegners jeweils nach einer Standardsituation, die dem BVB seine Schwächen offenbarten. Für Cheftrainer Lucien Favre ist das "schwer zu akzeptieren". Das Zustandekommen der Gegentore war aber nicht seine einzige Kritik. Man habe einerseits zu schnell die Ruhe verloren und zu überhastete Fehlpässe gespielt, andererseits habe man die Pässe mit zuwenig Tempo gespielt und sich "nicht richtig bewegt". Dadurch hatte man sich zuwenig "konkrete Torchancen" erspielen können.
Erst die Einwechslungen von Thorgan Hazard, Gio Reyna und Youssoufa Moukoko brachten wieder neuen Schwung ins Offensivspiel der Borussia. Aber der FC verstand es "gut organisiert" zu verteidigen, sodass die Borussen erst am Ende des Spiels sich gute Torchancen herausspielen konnte und noch den Anschlusstreffer schaffte. "Wir hatten Zeit noch zurückzukommen" hoffte bis dato Lucien Favre, doch es war zu spät.

Man könnte schnell vermuten, der BVB habe das Spiel im Vorfeld zu sehr auf die leichte Schulter genommen und sei nicht mit der nötigen Konzentration in die Partie gegangen. Doch der Schweizer dementierte diese These: "Absolut nicht, denn wir haben gesagt: Es wird ein schweres Spiel, denn es war für alle Mannschaften schwer gegen Köln zu spielen." Nichtsdestotrotz bleibt es für den BVB ein enttäuschender Auftritt, mit dem zuvor niemand gerechnet hat.





"Die Gier ist da!"

"Gier ist eigentlich ein negativ besetzter Begriff" erklärte Sportdirektor Michael Zorc bei der Pressekonferenz. Anschließend nannte er Gründe, warum die laufende Saison bei Borussia Dortmund bislang deutlich besser verlief als die letzte.

6 Siege, 2 Niederlagen - dazu gehört auch eine knappe 2:3-Niederlage gegen den FC Bayern München - und ein positives Torverhältnis von 13 Toren nach nur 8 Spieltagen ist eine Bilanz, mit der man sich in der Bundesliga durchaus sehen lassen kann. Borussia Dortmund hat momentan lediglich nur 1 Punkt Rückstand auf den Rekjordmeister aus München. BVB-Sportdirektor zeigt sich aus gutem Grund mit dem bishierigen Saisonverlauf zufrieden: "Ich habe das Gefühl, dass wir insgesamt durch die Veränderung, die wir vorgenommen haben, eine bessere Balance zwischen Offensive und Defensive haben." Ebenso sprach er in dem Zusammenhang von "Künstlern", die nun ihre "Hausaufgaben" besser erledigten. "Das passt ganz gut zusammen!" Mittlerweile verstünde man es besser sich auf verschiedene Systeme einzustellen und von Spiel zu Spiel oder auch sogar innerhalb eines Spiels mit verschiedenen Spielsystemen zu variieren. "Was mir am meisten gefällt, ist, dass wir innerhalb der Mannschaft einen Spirit haben. Die Gier ist bei der Truppe da!" Und im Gegensatz zur letzten Saison, bei der man deutlich die Konstanz vermissen lies, sei jetzt auch der Fokus wieder da. "Das hat uns in den letzten Jahren immer wieder mal Punkte gekostet und da haben wir uns auch entwickelt!"
Aber das sei erstmal nur eine Momentaufnahme. Man müsse "beweisen", dass das auch in Zukunft weiter so sein wird.



 

"Das geht mir zu weit!"

Youssoufa Moukoko sorgt trotz oder vielleicht gerade wegen seines jugendlichen Alters seit Jahren für große Schlagzeilen, denn seine Erfolgsquote für die U19 des BVB spricht eine klare Sprache. Sportdirektor Michael Zorc hat dennoch ein Problem. 

Es ist heute ein ganz besonderer Tag für Youssoufa Moukoko, der seit geraumer Zeit die Schlagzeilen aller Gazetten füllt. Der gebürtige Kameruner, der auch die Deutsche Staatsangehörigkeit hat, feiert heute seinen 16. Geburtstag und ist somit nun auch für die 1. Bundesliga spielberechtigt. Völlig ungeduldig wartet die Öffentlichkeit auf seinen ersten Auftritt bei den Profis des BVB, denn sein außergewöhnliches Talent hat er schon bei unzähligen Spielen der U19 unter Beweis gestellt. Auch Sportdirektor Michael Zorc sieht zwar in Youssoufa eine "erfrischende" Bereicherung für den BVB, jedoch sind ihm die extreme mediale Präsenz und die vielen Vorschusslorbeeren für Youssoufa deutlich zu viel und mahnt die Medienschaffenden: 
"Ich möchte einräumen, dass das, was da gerade medial rund um den Jungen abgeht, mir ein Stück zu weit geht. Der Junge ist gerade 16 geworden und sicherlich ein wichtiger Teil der Zukunft von Borussia Dortmund, nur was ich da tagtäglich erlebe und lese, gefällt mir nicht. Das geht mir zu weit, das ist mir auch zuviel Druck in der ganzen Geschichte und da sollten wir alle mal ein bisschen den Fuß vom Gaspedal nehmen, ein bisschen ruhiger werden und die Dinge sich entwickeln lassen." 




Nach einem spannenden und hochklassigen Spiel und einer - aus Dortmunder Sicht - enttäuschenden 2:3-Niederlage für den BVB sprechen Lucien Favre und Hansi Flick über die Partie.




 

"Wir wollen die Bayern jetzt auch mal schlagen!"

Der letzte Sieg von Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München scheint eine gefühlte Ewigkeit zurückzuliegen. Tatsächlich gewannen die Westfalen am 3. August 2019, also vor gut 15 Monaten, im DFL-Supercup-Finale zum letzten Mal gegen die Mannschaft von der Isaar. Danach prasselte es an - zum Teil auch sehr schmerzlichen - Niederlagen. Die Tatsache, dass die Bayern bei den letzten 2 Aufeinandertreffen nicht mehr ganz so dominant waren, ist unter anderem ein Grund für eine dieses mal recht optimistische Haltung bei den Westfalen.

Allen voran wird die neue Stabilität bei Borussia Dortmund in der Öffentlichkeit sehr gelobt. Das Zusammenspiel der einzelnen Mannschaftsteile funktioniert deutlich besser als in der letzten Saison und so kassierte man nach 6 Spieltagen in der Bundesliga erst 2 Gegentore (beide gegen den FC Augsburg). Die Bayern kassierten in derselben Zeit bereits 9 Gegentore. Aus diesem Grund wird die Abwehrarbeit beim BVB trotz der jüngsten Ausfälle von Mats Hummels, dessen Einsatz gegen die Bayern nach seiner Oberschenkelverletzung noch sehr fraglich ist, und Emre Can, der mittlerweile zwar mit leichtem Training begonnen hat, aber eher geringe Einsatzchancen gegen die Bayern haben dürfte, in der Öffentlichkeit sehr gelobt. Dabei legt BVB-Cheftrainer Lucien Favre den Fokus gar nicht mal so explizit auf die Abwehr ansich. "Dass alle verteidigen ist das Wichtigste!" lautet sein Kredo. "Eine Mannschaft muss zusammen verteidigen." Das gelte sowohl für die Rückwärtsbewegung der Stürmer beim Gegenpressing in des Gegners Hälfte als auch für das Zweikampfverhalten der Mittelfeldspieler. Wenn das alles im Verbund nicht richtig funktioniere, dann habe es die Abwehr auch sehr schwer. "Es ist die ganze Mannschaft, die verteidigen muss!" waren die Worte des Cheftrainers bei der Pressekonferenz.

Die Frage nach der Favoritenrolle bei dem Spiel ließen sowohl Lucien Favre als auch Sportdirektor Michael Zorc ansich unbeantwortet. Man wolle sich mehr auf sich selbst als auf die Bayern konzentrieren, war die Antwort. Doch Michael Zorc war in Anberacht der positiven Ergebnisse aus der jüngsten Vergangenheit sehr optimistisch, dass nach langer Durststrecke mal wieder ein Sieg des BVB möglich sein sollte: "Ich sehe, dass wir in einer guten Verfassung sind, dass wir in den letzten Spielen die richtige Herangehensweise hatten und natürlich wollen wir die Bayern jetzt auch mal schlagen." (BY)




"Deshalb bin ich ein wenig emotionaler"

Dass die Bewältigung der seit Monaten bestehende Coronakrise für viele Menschen und Unternehmen eine gewaltige Herausforderung darstellt, ist allgemein bekannt. Die daraus resultierenden "Geisterspiele" in den Ligen stellen gerade für den BVB, der es gewohnt ist vor 80 Tausend Zuschauern zu spielen, eine gewaltige Umstellung dar. Das Fehlen der Zuschauer hat allerdings auch einen Vorteil.

BVB-Cheftrainer Lucien Favre gehört bekanntermaßen zu den etwas ruhigeren Vertretern seiner Branche, der für gewöhnlich keine großen Reden schwingt. Im Gegensatz zu vielen anderen Trainern ist er auch nicht als Temperamentsbolzen bekannt, der oft aus sich heraus kommt. Geduld und Ruhe sind die für ihn bedeutenden Tugenden. 

Im letzten ChampionsLeague-Spiel gegen Zenit St. Petersburg konnte man ihn allerdings desöfteren von der Seitenlinie hören. Und das hat auch seinen Grund: "Normalerweise spielen wir vor 80.000 Zuschauern", erklärte Lucien Favre dazu. "Das habe ich natürlich lieber. Aber ich profitiere davon, dass die Spieler mich hören können. Sonst könnte man nur ein wenig mit dem Flügelspieler oder Außenverteidiger sprechen. Ansonsten hören sie dich nicht. Und deshalb bin ich ein wenig emotionaler..." erklärte er weiter mit einem Lächeln. "Natürlich ist der Trainer motiviert, wenn er weiß, dass er auch gehört wird" ist die Aussage von Sportdirektor Michael Zorc. "Ich find das gut und das hilft der Mannschaft auch." 



 

Nach dem verdienten 3:0-Sieg von Borussia Dortmund gegen den FC Schalke 04 sprachen die Cheftrainer Lucien Favre und Manuel Baum in den Pressekonferenzen über die Partie.




"Wir wollen eine Reaktion sehen"

Die seit eh und je bestehende Konstante beim BVB ist mangelnde Konstanz. Nach dem überzeugenden Auftreten und langersehnten Sieg nach 7 Jahren in Hoffenheim, enttäuschten die Westfalen im ersten Champions League Spiel der Saison gegen Lazio Rom auf der gesamten Linie. Sportdirektor Michael Zorc findet dazu die paasenden Worte.

Die größte öffentliche Kritik nach dem Spiel in Rom konzentriert sich auf Thomas Meunier, der nach einem gravierenden Fehlpass den ersten Treffer für Lazio einleitete und auch sonst nicht zu überzeugenn wusste. Der belgische Nationalspieler, der zu Saisonbeginn ablösefrei von Paris Saint-Germain zu den Westfalen wechselte, steht aber nicht als Einziger in der öffentlichen Kritik. Die gesamte Mannschaft von Borussia Dortmund - bis auf ein paar Ausnahmen, wie zum Beispiel Erling Haaland - hat auf gesamter Linie den Zug zum Tor und den Siegeswillen vermissen lassen. "Wir haben die Abstandsregeln vorbildlich eingehalten" war der etwas sarkastische Kommentar von Sportdirektor Michael Zorc zu dem Spiel. Kritiken gab es natürlich auch zuhauf in den sozialen Netzwerken: "Es war eine blutleere Partie seitens des BVB" war oft zu hören. Die Fans sind allesamt bitterentäuscht.
Und ausgerechnet jetzt kommt Schalke 04 nach Dortmund. Der ewige Rivale aus der Nachbarschaft. Ein Team, gegen das man unvergessene Duelle erlebt hat. Ein Team, das aber derzeit schwer mit sich selbst zu kämpfen hat. Es sollte eigentlich ein Spiel werden, bei dem die Vorzeichen klar gesetzt sind. Eigentlich! Denn zum einen gelten im Derby bekanntlich eigene Gesetze, da nicht zu selten der eigentliche Favorit am Ende mit leeren Händen da stand, und zum anderen ist der BVB bekannt dafür, gerade in Spielen, in denen sie als klarer Favorit gelten, oft nicht wirklich überzeugen können. Trotz der klaren Dominanz des Kaders des BVB, könnte es durchaus sein, dass man ein spannenderes Derby erleben wird, als es so manchem BVB-Fan lieb ist. "Wir wissen, welche Bedeutung dieses Spiel für uns und unsere Fans hat", erklärte Sportdirektor Michael zorc bei der Pressekonferenz. "Wir wissen auch, wie Schalke 04 das Spiel angehen wird. Sie sind in der Tabelle ziemlich weit unten und werden mit Kampf und Leidenschaft, Disziplin und Einsatz herangehen. Sie wollen unser Spiel verhindern und kaputt machen. Darauf muss jeder Spieler vorbereitet sein, um immer eine Antwort zu haben." 

Es dürfte ein Spiel werden, bei dem man Vieles wieder gut machen kann... oder eben auch noch schlimmer!


 


"Das ist eine ganz schwierige Situation! Wir müssen sie so annehmen, wie sie ist!"

Die Zeit der englischen Wochen steht an. Der BVB nimmt an mehreren Wettbewerben teil und das Thema Belastungssteuerung genießt gnießt dieses mal dabei gar nicht mal die oberste Priorität.

Letzte Woche teilte der BVB offiziell mit, dass Innenverteidiger Manuel Akanji in der Schweiz positiv auf COVID-19 getestet wurde. Auch wenn es ihm gut geht und er keinerlei Symptome aufweist, begab sich der schweizer Nationalspieler umgehend in Isolation. Alle nach dem Bundesligaspiel gegen den SC Freiburg durchgeführten Tests an den BVB-Spielern verliefen allesamt negativ.
Das Kernproblem ist und bleibt natürlich dieser Virus, der auf das gesamte öffentliche Leben extrem starken Einfluss nimmt - so wie auch im Fußball. Die vielen unterschiedlichen Wettbewerbe fordern natürlich auch viele Reisen - zum großen Teil auch in Risikogebiete! Damit richtig umzugehen ist eine große Herausforderung. In der Kritik stehen dabei zum Beispiel Wettbewerbe der Nationalmannschaften, wie zum Beispiel die UEFA Nations League. "Grundsätzlich möchte ich sagen, dass wir alle gerade - nicht nur im normalen Alltagsleben, sondern auch im Berufsfußball - eine sehr schwierige Zeit vor uns haben werden" prophezeite Sportdirektor Michael Zorc. "Ich glaube, es bringt nichts, wenn wir mit dem Finger auf die Verbände zeigen und die dann sagen: Ihr fliegt aber auch nächste Woche! (...) Wir müssen es so anehmen, wie es ist. Es ist eine ganz schwierige Situation." Und gerade für die Spieler und das Trainerteam sei es besonders schwierig, da hier große Improvisationskunst gefragt sei, weil man nie genau wisse, welche Spieler einem zur Verfügung stehen. 



 "Wir sollten mehr Geduld haben"

Trotz der etwas unglücklichen 2:3-Niederlage gegen den FC Bayern München im DFL-Supercupfinale wusste der BVB in München zu überzeugen und konnte sich durch eine ansprechende Leistung vor allem in der 2. Halbzeit teuer verkaufen. Doch das Kernproblem bei Borussia Dortmund liegt woanders.

Julian Brandt machte es im Interview mit dem ZDF unmittelbar nach dem Spiel in München deutlich: Die Niederlage gegen den FC Augsburg zuvor schmerzt deutlich mehr als das verlorene Supercupfinale gegen den FC Bayern. "Es sind schon am 2. Spieltag 3 verlorene Punkte, die uns hinten raus einfach fehlen werden" sagte Mannschaftskapitän Marco Reus dazu im Mediengespräch am Dienstag. "Wir müssen zusehen, dass wir bei Mannschaften, von denen wir wissen, dass sie sehr tief stehen und unser Spiel zerstören wollen, andere Optionen auf den Platz bringen." Und genau da liegt das Problem: gegen die Spitzenclubs kann sich der BVB für gewöhnlich relativ gut behaupten, während man sich gegen die vermeintlichen Underdogs oft sehr schwer tut. Gerade gegen sehr tief verteidigende Teams hat man oft Probleme die nötigen Räume zu kreieren um zu Torchancen zu kommen. "In Augsburg hatten wir nicht so viele Torchancen" sagte BVB-Cheftrainer Lucien Favre auf der Pressekonferenz. Und das, obwohl der BVB mit 80 Prozent Ballbesitz die deutlich größeren Spielanteile hatte. "Wir sollten mehr Geduld haben", fuhr Lucien Favre fort. Man müsse öfter und schneller über die Flügel kommen um zu mehren und besseren Torchancen zu kommen, so das Rezept des BVB-Cheftrainers.




Das Besondere beim BVB

BVB-Cheftrainer Lucien Favre und Sportdirektor Michael Zorc sprechen bei der Spieltags-Pk nicht nur über die bevorstehende Partie gegen den FC Augsburg, sondern auch über die besondere Struktur ihres Kaders.



"Vorbereitung ist wie Trockenschwimmen"

Endlich geht es wieder los und die neue Bundesligasaison steht vor ihrem ersten Spieltag. Der BVB gilt in der Öffentlichkeit als "Bayernjäger" Nummer 1 und viele Fans in der gesamten Republik hoffen auf eine spannende Saison. Allerdings gab es beim BVB nicht nur durch die weltweite Coronakrise bedingt eine etwas ungewöhnliche Saisonvorbereitung.

Es ist ein wenig überraschend, dass der stellvertretende Pressesprecher Daniel Stolpe die 10.000 Zuschauer, die am Samstag zum ersten Heimspiel der Saison gegen Borussia Mönchengladbach das Westfalenstadion bzw. den Signal-Iduna-Park besuchen, bittet, für die Anreise das Auto oder das Fahrrad zu benutzen oder einfach zu Fuß zu kommen. Auf die sonst übliche Empfehlung, mit Bus und Bahn anzureisen, verzichtet er dieses Mal. Und das hat auch seinen Grund, denn auch wenn man sich im Alltag schon längst an die Coronakrise gewohnt hat, so sorgt sie nach wie vor für neue und teils ungewohnte Abläufe. Nichtsdestotrotz freut man sich beim BVB auf den Saisonstart und auf die Tatsache, dass wieder Zuschauer da sein dürfen, auch wenn die Vorbereitungen zum Saisonstart ein wenig holprig waren. "Ich bin erstmal froh, dass die Saison wieder losgeht, weil die ganze Vorbereitung eher sowas wie Trockenschwimmen ist" sagte Sportdirektor Michael Zorc mit einem leichten Schmunzeln und erwähnte dabei die Unterbrechung durch die Länderspielpause. Mit dem Start im Pokalspiel gegen den MSV Duisburg zeigte er sich aber sichtlich zufrieden: "Wir haben von der ersten Minute an klar gemacht, dass wir auch als Favorit das Spiel gewinnen und dem Gegner keine Chance geben wollen." Nichtsdestotrotz weiß er natürlich auch, dass Borussia Mönchengladbach "eine andere Qualität verkörpert" als der MSV  und man gegen die Borussen vom Niederrhein eine "absolute Topleistung" benötige um das Spiel zu gewinnen.
Eine große Hilfe mag dabei die Teilzulassung von Zuschauern sein, über die der Sportdirektor sehr glücklich zeigte: "Wir haben das im Trainingslager in der Schweiz gemerkt: da waren 1250 Zuschauer zugelassen und das war trotzdem etwas komplett anderes als wenn Du komplett ohne spielst. Man hat so mehr Atmosphäre und mehr Stimmung im Stadion und deshalb freuen wir uns sehr, dass es wieder losgeht - wenn auch nicht unter optimalen Bedingungen."



Dortmund, 06.08.2020: Der belgische Fußballnationalspieler Thomas Meunier erzählt über seine Beweggründe zum Wechsel von Paris Saint-Germain zu Borussia Dortmund.

 
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